zur Navigation springen

Pflanzaktion : 1500 Eichen für den Wald um Kropp

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der Landesfeier zum „Internationalen Tag des Baumes“ packt die Deutsche Waldjugend kräftig mit an.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2015 | 12:30 Uhr

Viel Arbeit hatten gestern rund 80 Kinder und Jugendliche der Deutschen Waldjugend: Zur Landesfeier zum „Internationalen Tag des Baumes 2015“ pflanzten sie im Bereich Kropp 1500 Stileichen. Die Pflanzaktion des Landesverbandes Schleswig-Holstein in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stand unter dem Motto „Windwurf und Wiederaufforstung nach den Stürmen ‚Christian‘ und ‚Xaver‘“. Insgesamt wollen die Landesforsten in diesem Frühjahr 9000 Stileichen, 2500 Rotbuchen und 500 Roterlen pflanzen.

Die Kinder und Jugendlichen der Deutschen Waldjugend kamen unter anderem aus Hütten und aus Frörup. Sie hatten von Freitag bis Sonntag ihr Lager in einem zur Försterei Brekendorf gehörenden Waldstück an der Landesstraße 39 außerhalb von Kropp aufgeschlagen. Bevor die jungen Bäumchen jedoch in die Erde kamen, räumten die fleißigen Helfer auf: Zur Vorbereitung der Neuanpflanzung stand eine große Müllsammelaktion auf dem Programm. Gestern um 11 Uhr begann dann die große Neuanpflanzung. Unter der Anleitung des Försters Rainer Mertens wurden dann im Abstand von einem Meter Löcher mit dem Spaten ausgehoben, in die die jungen Eichen eingesetzt wurden. 200 Jahre werde es dauern, bis aus den jungen Pflanzen mächtige Eichen würden, machte Mertens deutlich. Die Eiche als lichtbedürftiger Baum könne nicht in einem bestehenden Wald nachgepflanzt werden, sondern benötige Freiflächen, wie sie durch die Stürme im Oktober und Dezember 2013 entstanden seien. Allerdings sei eine Anpflanzung auf den sandigen und nährstoffarmen Böden bei Kropp „betriebswirtschaftlich grenzwertig“, machte der Förster deutlich. Die Stileichen würden dort langsamer wachsen, aber sie könnten kommenden Stürmen trotzen.

Dr. Christel Happach-Kasan, die Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, machte erneut darauf aufmerksam, dass Schleswig-Holstein mehr Wald brauche und nach den Sturmschäden dringend wieder aufgeforstet werden müsse. Schleswig-Holstein sei mit elf Prozent Wald das waldärmste Flächenland. Das Ziel von zwölf Prozent sei realistisch und müsse weiter verfolgt werden, sagte Happach-Kastan. Es sei erfreulich, dass es mehr Wildtiere in den Wäldern gebe. Was fehle, seien Menschen, die sich für den Wald interessierten, meinte sie. „Kinder, die einen Bussardhorst beobachteten oder einen großen Ameisenhaufen.“

„Unser Land braucht und will mehr Wald“, betonte Lutz Boucsein, stellvertretender Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Allerdings werde der Bodenerwerb wegen steigender Preise schwieriger. Er forderte die Politik auf, die Bedingungen „für mehr Wald“ zu verbessern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen