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Jubiläum : 150 Jahre: Guter Grund für ein Fest

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Kirche der Heiligen Dreieinigkeit zu Todenbüttel feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit rund 300 Gästen im Gottesdienst. Am 7. August 1861 erfolgte die Grundsteinlegung, und schon am 5. Oktober 1863 wurde das Gotteshaus feierlich eingeweiht.

„Lieber Gott! Lieber Vater! Wir haben uns heute hier versammelt, um den Geburtstag unserer Kirche und unserer Kirchengemeinde zu feiern: 150 Jahre“, sagte Pastor Christoph Rothe gestern zum Auftakt des Festgottesdienstes in der Dreieinigkeitskirche zu Todenbüttel: „Sei jetzt bei uns mit Deinem Heiligen Geist und lass alles gelingen, Dir zur Ehre und uns zum Segen!“

„1863: Was für ein Jahr!“, begann Propst Matthias Krüger seine Predigt vor über 300 Gottesdienstbesuchern, „denn nun wurde das wahr, was sich der Gutsbesitzer Harald von Neergaard auf die Fahnen geschrieben hatte: kurze Wege und eine persönlichere pastorale Betreuung.“ In einer Kampfschrift mit dem Titel „Lieb Holstein, musst mehr Kirchen bauen!“ hatte der Christinenthaler Gutsherr von Neergaard kritisiert, dass Schenefeld und viele andere Kirchspiele in Holstein räumlich viel zu ausgedehnt seien, worunter der Kirchbesuch der Landbevölkerung litte.

Am 7. August 1861 erfolgte die Grundsteinlegung, und schon am 5. Oktober 1863 wurde sie feierlich eingeweiht: die Kirche der Heiligen Dreieinigkeit zu Todenbüttel. „150 Jahre Kirche Todenbüttel und 150 Jahre Kirchengemeinde Todenbüttel: Das ist wahrlich ein guter Grund für ein großes Fest“, betonte Propst Krüger, „150 Jahre Kirche im Dorf und für die Dörfer, 150 Jahre Gesang und Gebet, Evangelien und Heiliges Abendmahl: Das ist ein wahrer Grund zum Feiern!“ „Herr, wir danken Dir, dass wir unsere Kirche nun seit 150 Jahren haben“, sagte Pastor Rothe beim abschließenden Gebet, „wir danken für all den Segen, der von dieser Kirche ausgegangen ist, und wir bitten Dich, dass diese Feier glücklich vollendet werde.“

Nächster Programmpunkt der Jubiläumsfeier war der Empfang im Festzelt, bei dem Todenbüttels Bürgermeister Otto Harders historische und aktuelle Bauzeiten miteinander verglich: „In nur zwei Jahren entstand diese wunderschöne Kirche – für unsere Schule und Sporthalle haben wir in der heutigen Zeit fast drei Jahre gebraucht.“ Im Namen aller zur Kirchengemeinde gehörenden Dörfer (Todenbüttel, Beringstedt, Osterstedt, Lütjenwestedt und Haale) überreichte Harders einen Scheck für eine Sitzbank, Lütjenwestedts Bürgermeister Björn Baasch übermittelte die Glückwünsche der Vereine seiner Heimatgemeinde, Ex-Amtswehrführer Hans-Detlef Voß sprach die Glückwünsche der Beringstedter Vereine aus, und Jugendwart Ragnar Weingarten präsentierte als Geschenk der Mutterkirche Schenefeld einen Tulpenbaum.

Begonnen hatten die zweitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten am Sonnabendnachmittag mit viel Gesang: Nach „Singen mit Doris“ begeisterte der gemischte Chor aus Beringstedt die über 250 Besucher im Festzelt. Kinder konnten derweil eine Rollenbahn und eine Hüpfburg nutzen, die beide von den Landfrauen gesponsert wurden. Für weitere Spiel- und Bastelangebote sorgten die Pfadfinder des Stammes „Trinitatis“, der „Zwergentreff“ und die Konfirmanden. Eifrig inspiziert wurde die Ausstellung mit Konfirmationsbildern und anderen Fotos aus der Geschichte der Kirchengemeinde, die in der Dreieinigkeitskirche zu besichtigen war.

Später am Nachmittag folgten jeweils 20-minütige Konzerte von fünf Organisten, und am Abend konnte am Lagerfeuer der Pfadfinder mitgesungen, -gegrillt und -gegessen werden.


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