Kreis Rendsburg-Eckernförde : 14 tote Schafe in Brammer – vermutlich Wolfsangriff

Eines der toten Schafe liegt auf der Koppel bei Brammer.

Eines der toten Schafe liegt auf der Koppel bei Brammer.

Schäfer Jan Siebels ist verzweifelt. Schon drei Mal wurden seine Tiere in der Vergangenheit angegriffen.

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02. November 2018, 17:19 Uhr

Brammer | Schreck am Freitagvormittag für den Schäfer Jan Siebels auf einer seiner großen gepachteten Flächen an einem Waldgebiet bei Brammer (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Auf der weitläufigen Wiese fand Siebels 14 tote Schafe vor. Alle wurden durch einen Kehlbiss – vermutlich eines Wolfs – getötet. Kein einziges Tier wurde gefressen. Mehrere Schafe sind verletzt, darunter auch ein Lamm mit einer Verletzung an der Kehle.

In Schleswig-Holstein siedeln sich zunehmend Wölfe an. Von den 105 Wolfsnachweisen im Bundesland seit 2007 entfällt mit 57 gut die Hälfte allein aufs laufende Jahr. 62 Mal seit 2007 haben Wölfe Nutztiere getötet. Bisher verzeichnet das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) in Flintbek nur durchziehende Einzelwölfe. Doch die Daten deuten darauf hin, dass sich etwas zu ändern beginnt.

Der Schäfer ist verzweifelt: Seine Schafherden waren in der Vergangenheit mutmaßlich schon drei Mal von Wölfen angegriffen worden. Siebs fordert schnelle Maßnahmen um seine Tiere zu schützen. Der CDU Landtagsabgeordnete und Jäger Hauke Göttsch ist ebenfalls zu der Koppel gekommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Toten Schafe liegen auf der Wiese bei Brammer. Schäfer Jan Siebels (hinten links, mit Mütze) ist verzweifelt.
Daniel Friederichs

Toten Schafe liegen auf der Wiese bei Brammer. Schäfer Jan Siebels (hinten links, mit Mütze) ist verzweifelt.

Weiterlesen: Jan Philipp Albrecht: Verhaltensauffällige Wölfe sollen getötet werden

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