DRk-Kleiderkammer : 1350 Kleidungsstücke aus Aukrug startklar für Hilfstransport nach Litauen

Beim Bepacken des DRK-Lastwagens: Aukrugs DRK-Chefin Waltraut Selent, Reinhard Müller, Ingrid Jöhnk, Irene Gall und Klaus-Dieter Hirsch (von links).
Beim Bepacken des DRK-Lastwagens: Aukrugs DRK-Chefin Waltraut Selent, Reinhard Müller, Ingrid Jöhnk, Irene Gall und Klaus-Dieter Hirsch (von links).

Aufgrund der Corona-Pandemie verzögert sich allerdings die Abfahrt.

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08. September 2020, 08:39 Uhr

Eine Reise nach Litauen sollen 37 Kartons und acht Plastiksäcke antreten, die jetzt von der DRK-Kleiderkammer in Innien in einen LKW des DRK Kronshagen verladen wurden. Die 1350 Kleidungsstücke aus Aukrug können aber frühestens in ein paar Wochen in einer Kleiderkammer, zwei Kinderheimen und einem Seniorenheim in Litauen verteilt werden, weil die Hilfstransporte ins Baltikum wegen der Quarantänepflicht für Einreisende aus Deutschland weitgehend zum Erliegen gekommen sind.

„Die Qualität der Sachen aus der DRK-Kleiderkammer Aukrug ist immer top“, lobte Reinhard Müller vom DRK-Ortsverein Kronshagen, als er zusammen mit seinem Kollegen Klaus-Dieter Hirsch die Kartons und Kleidersäcke im Lkw verstaute, die vom Aukruger DRK-Team in den zurückliegenden Wochen gefüllt worden waren.

Seit Ende Juli hatten DRK-Chefin Waltraut Selent, Ingrid Jöhnk und Irene Gall ihre ehrenamtlichen Dienststunden in der Kleiderkammer in Innien genutzt, um insgesamt 1350 Kleidungsstücke für Bedürftige in Litauen abzupacken. „Das sind überwiegend Wintersachen – also Jacken, Pullover und Hosen – für Erwachsene“, erläuterte Waltraut Selent.

Dankbare Abnehmer im Baltikum

Die Kleiderspenden aus Aukrug finden in Litauen dankbare Abnehmer, wie Reinhard Müller weiß: „In der Region, in die wir fahren, beträgt die Arbeitslosenquote 40 Prozent.“ Seit 2006 organisiert das DRK Kronshagen pro Jahr mindestens einen Hilfstransport nach Litauen. Der Großteil der 1700-Kilometer-Reise ins Baltikum wird per Fähre bewältigt: von Kiel nach Klaipeda. In Litauen steuern Müller und Hirsch dann im Rahmen einer dreitägigen Rundtour die Kleiderkammer in Ignalina, das Altenheim in Dukstas sowie die Kinderheime in Didziasalis und Naujodaugeliskis an.

„Wir hoffen, dass wir irgendwann im Herbst losfahren können“, sagte Müller, „weil die Covid-19-Fälle in Deutschland derzeit so hoch sind, müssten wir in Litauen erstmal 14 Tage in Quarantäne – und das macht für uns keinen Sinn.“

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