13 Milchkühe bei Haaler Feuer im Melkkarussell verbrannt

Bei einem Großbrand auf einem Bauernhof in Haale sind gestern dreizehn Milchkühe verbrannt. Menschen wurden nicht verletzt. Den Schaden schätzt die Kriminalpolizei auf 250 000 Euro. Die Brandursache ist noch unbekannt.

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20. August 2009, 07:12 Uhr

Haale | Das Feuer brach kurz nach 7 Uhr auf dem Gehöft von Torben Timm im Ziegelhofer Weg aus - wie die Polizei mitteilte - vermutlich im Strohschober. Dort lagerten in einer halboffenen Halle Großballen.

Der Landwirt war gerade beim Melken im unmittelbar angrenzenden Kuhstall. Dort befindet sich auch das Melkkarussell, in dem die Kühe in einem Rund geführt und dabei automatisch gemolken werden. Durch das Feuer fiel der Strom aus, so dass das Melkkarussell zum Stillstand kam. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte Torben Timm keine Chance, seine Tiere aus der Konstruktion zu retten.

"Wir waren gerade am Melken, als plötzlich Flammen aus dem anliegenden Strohlager schlugen. Ich habe gleich die Feuerwehr alarmiert. Aus dem Kuhstall hinter dem Melkstand konnten wir noch 110 Kühe rauslassen und auf eine Koppel treiben", sagte der Landwirt. Auch sechs vor dem Kuhstall stehende Kälber habe er noch retten können. Weil durch das Feuer der Strom ausgefallen war, konnte das Melkkarussell nicht mehr bewegt werden. "Deshalb sind 13 Kühe ein Opfer der Flammen geworden", berichtete Torben Timm.

Um 8.08 Uhr wurde die Haaler Feuerwehr alarmiert und auch andere Wehren aus der Umgebung trafen zur Löschhilfe auf dem abseits gelegenen "Ziegelhof" ein. Das Feuer griff schnell auf das Strohlager, die Maschinen und den Kuhstall über.

Die Freiwillige Feuerwehr Haale forderte Unterstützung aus Todenbüttel, Embühren und Hamweddel an. Im weiteren Verlauf wurden auch noch die Wehren Stafstedt und Jevenstedt mit Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert. Die besondere Schwierigkeit vieler Feuerwehren, zur Tageszeit ausreichend Kräfte vor Ort zu haben, wurde hier wieder einmal deutlich. Den Kräften gelang es aber, den offenen Laufstall zu retten. Weitere Gebäude waren nicht in Gefahr.

Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte an der Brandstelle. Die Feuerwehrmänner hatten noch den ganzen Tag zu tun, um die Großballen Stroh mit schwerem Gerät auseinander zu ziehen und abzulöschen. Die Kripo Rendsburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

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