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Rendsburg-Eckernförde : 117 Gemeinden sind im Rückstand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Dagegen haben 48 Orte keine Schulden – die gute Situation kann sich jedoch schnell wieder ändern.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2014 | 17:00 Uhr

48 der 165 Städte und Gemeinden des Kreises Rendsburg-Eckernförde sind schuldenfrei. Das zeigt die jüngste Auswertung des Statistikamts Nord zum Stichtag 31. Dezember 2013. Von den 14 Amtsverwaltungen haben lediglich vier keine Schulden.

Demnach verursachen alles in allem 117 Städte und Gemeinden den Löwenanteil der Gesamtverschuldung im Kreis. Sie kommen zusammen auf fast 169 Millionen der gut 194 Millionen Euro. Die Amtsverwaltungen sind mit gut fünf Millionen Euro dabei. Größter Schuldenmacher ist die Stadt Rendsburg mit 42,7 Millionen Euro. Gegenüber 2012 hat sie noch einmal um satte 18 Prozent zugelegt. Von den kleineren Orten fallen zum Beispiel Hohenwestedt mit knapp 5,5 Millionen Euro (minus fünf Prozent) und Hohn mit über vier Millionen Euro (plus fünf Prozent) auf. „Eigentlich sind wir gar nicht so schlecht davor, weil wir für die Investitionen auch Werte geschaffen haben“, sagte etwa Hohns Bürgermeister Jürgen Kuhrt. Denn zu den Hauptlasten des Jahres 2013 gehörten ihm zufolge Bauleistungen, etwa für die Sporthalle. Den größten Posten machte jedoch ein Darlehen über 800 000 Euro für ein Eon-Aktienpaket mit Garantieverzinsung aus.

Im Gegensatz dazu steht neben den schuldenfreien Gemeinden etwa Bokel gut da. Die Gemeinde hat ihre Verbindlichkeiten um 30 Prozent auf 54 000 Euro abgebaut. Auch Hanerau-Hademarschen war mit einem 60-Prozent-Abbau auf 48 000 Euro erfolgreich. Doch Bürgermeister Thomas Deckner kündigte gegenüber der Landeszeitung bereits an, dass sich das in diesem und kommendem Jahr ändern werde. „Wir müssen eine Straße sanieren“, sagte er. Die Gemeinde müsse dafür 600 000 Euro aufwenden.Trotz einer Rücklage werde der Betrag am Kapitalmarkt aufgenommen, weil derzeit die Zinsen gering seien.

Städte und Gemeinden haben ihre Schulden gegenüber 2012 um sechs Prozent gesteigert. Pro Einwohner macht das eine Last von 630 Euro aus.

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