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Emkendorf : 1000 Pferdestärken kaum zu bremsen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

20. Trecker-Treck in Kleinvollstedt. Mit dabei war auch der amtierende Deutsche Meister „Red Baron“. Strecke musste verlängert werden.

„Und jetzt wird es richtig laut“, versprach der „Ackerschnacker“ Thomas Tank beim traditionellen „Trecker-Treck“ in Kleinvollstedt – und er sollte Recht behalten. Anlässlich des Jubiläums des ortsansässigen Clubs „Diesel-Power Lütten Vollstedt“, der die Veranstaltung mittlerweile zum 20. Mal organisierte, waren auch Diesel-Power-Schlepper bis 1000 PS zu Gast, die normalerweise nur auf offiziellen DTTO (Deutsche Trecker-Treck Organisation) Trecks zu finden sind. Unter ihnen ebenfalls der amtierende Deutsche Meister „Red Baron“ aus dem Schlepper-Stall von Andreas Lindemann.

„Wir mussten dafür extra den Platz modifizieren“, verriet der Vorsitzende des Kleinvollstedter Vereins Klaus Kühl. Dabei musste nicht nur die Bahn von 80 auf 100 Meter verlängert werden, sondern auch der Sicherheitsabstand von der Bahn zu den Zuschauern wurde auf gut 30 Meter vergrößert. Auch die beiden Bremswagen der bisherigen Veranstaltungen waren für die geballte Energie der Acker-Titanen zu leicht. Ein zusätzlicher dritter Bremswagen mit einer Bremslast von bis zu 24 Tonnen und offizieller DTTO-Zulassung musste dieses Mal gebucht werden. „Es ist aber nicht nur das Gewicht – die Schlepper preschen teilweise mit gut 40 Stundenkilometern über die Bahn, das halten die kleinen Bremswagen nicht aus“, erklärte Malte Behrens vom „Blue Fighter Team“, das einen der sichersten Bremswagen Europas besitzt. Unabhängig davon, dass der Kleinvollstedter Trecker-Treck keine offizielle DTTO-Veranstaltung war, bei der dementsprechend auch keine Meisterschaftspunkte gesammelt werden konnten, mussten aber alle Sicherheits-Standards der DTTO erfüllt werden, inklusive Feuerwehr im Start- und Zielbereich.

Gleich mit vier Schleppern war Andreas Lindemann aus Osterrönfeld nach „Lütten-Vollstedt“ angereist – darunter auch der Meisterschafts-Schlepper „Red Baron“. „Als Klaus uns erzählte, was er anlässlich des Jubiläums vorhat, habe ich gleich spontan zugesagt“, verriet der Champion. Für ihn und sein Team sei das ein toller Test für den Saisonstart Ende April. „Wir haben über den Winter einiges an den Motoren modifiziert und können das heute gleich einmal ausprobieren“, fügte Lindemann an. Dementsprechend wurden die Schlepper dann auch nicht geschont, sondern zur Freude des Publikums unter Meisterschaftsbedingungen bis zur Belastungsgrenze hochgefahren. Doch nicht nur der Belastungstest und die jahrelange Freundschaft zu den Kleinvollstedtern waren die Gründe von Lindemanns Teilnahme. „Wenn alles gut läuft, wird es ja vielleicht irgendwann tatsächlich eine offizielle DTTO-Veranstaltung werden – und das wollen wir natürlich gerne mit unterstützen, denn für uns wäre das ja dann praktisch vor der Haustür“, hoffte Lindemann nicht ganz uneigennützig.




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