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NordArt-Abbau : 1000 Kunstwerke gehen auf Reisen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Exponate der NordArt werden für den Rückweg in ihre Heimatländer vorbereitet. Vorsichtiger Umgang mit den wertvollen Stücken ist geboten. Generell tragen die Künstler die Transportkosten.

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erstellt am 13.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Auch der „Hirsch“ muss in die Transportkiste. So wie etwa 1000 Skulpturen und Bilder, die nach dem Ende der Kunstausstellung NordArt jetzt den teilweise langen Weg in ihre Heimatländer antreten.

Aber der „Hirsch“, die Bronzeskulptur „Deer“ des chinesischen Bildhauers Zeng Chenggang, wiegt fast zwei Tonnen. Da macht sich die langjährige Erfahrung des leitenden Ausstellungstechnikers Janosch Prethi bezahlt, der seinem Mitarbeiter auf dem Gabelstapler genaue Anweisungen gibt. „Der Hirsch ist schwer, aber er ist natürlich auch wertvoll und teuer“, macht der Ausstellungsleiter Wolfgang Gramm deutlich. Es müsse vorsichtig gearbeitet werden, damit weder den Kunstwerken noch den Mitarbeitern im Kunstwerk Carlshütte etwas zustößt.

Gyda Hartmann kümmert sich währenddessen in der großen Ausstellungshalle um die „Schwimmerin“ von Josef Melichercik. Mit Polsterfolie und viel Klebeband wird das mehr als zwei Meter hohe Doppelbild so verpackt, das es den anstehenden Transport sicher überstehen kann. Die 19-jährige Abiturientin der Rendsburger Herderschule hat in diesem Sommer auf der NordArt gearbeitet und hilft jetzt noch beim Abbau, bevor sie für drei Monate nach Arizona (USA) reist.

„Während der Ausstellung haben wir etwa 40 Hilfskräfte, meistens Studenten“, berichtete Gramm. Für den Abbau sind dann aber nur noch zwölf Mitarbeiter im Einsatz. „Sonst käme hier Hektik auf, wenn 40 Leute mit eingepackten Bildern durch die Halle liefen“, meinte Gramm.

Die Kosten für die Transporte der Kunstwerke liegen bei den Künstlern. Allerdings würden die Botschaften einiger Länder, immerhin sind 55 Nationalitäten auf der NordArt vertreten gewesen, finanzielle Unterstützung geben. Zehn Skulpturen und 40 Bilder haben nach Gramms Angaben auf der Ausstellung Käufer gefunden.

Während des Abbaus laufen schon die Vorbereitungen für die nächste NordArt, die wie berichtet am Sonnabend, dem 14. Juni 2014, eröffnet werden soll. Länderschwerpunkt wird dann Russland sein. „Da werden vielleicht sogar Skulpturen aus dem fernen Sibirien den langen Weg nach Büdelsdorf finden“, vermutet Wolfgang Gramm. Mit dem Besucherinteresse an der 15. Auflage der Kunstausstellung zeigte sich der Kurator zufrieden. „Wenn es nicht die Verkehrsprobleme an der Rader Hochbrücke gegeben hätte, wären noch mehr als 50 000 gekommen.“


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