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Nord Art : 1000 Künstler sind noch im Rennen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Chefkurator Wolfgang Gramm bereitet die Nord Art 2015 vor. Es sollen 1000 Werke von rund 250 Künstlern gezeigt werden.

BÜDELSDORF

Die Vorauswahl ist getroffen: Von den 3000 Künstlern aus knapp 100 Ländern, die sich für die Nord Art 2015 beworben haben, sind noch 1000 Kandidaten im Rennen. Am Wochenende versammeln sich die sieben Mitglieder der Jury von der Kulturinitiative „Kunstwerk Carlshütte“ ein weiteres Mal und treffen ihre endgültige Entscheidung: „Wie in den Vorjahren werden wir uns auf rund 250 Vertreter einigen“, verrät Chefkurator Wolfgang Gramm. Auch die Zahl der Bilder, Skulpturen und Installationen soll mit erneut 1000 Exponaten den Ruf der größten Kunstausstellung im Norden Europas, die von Juni bis Oktober in Büdelsdorf in Szene gesetzt wird, festigen.

Die Mammutschau jährlich auf die Beine zu stellen, ist eine Herausforderung. Es geht nicht nur darum, die Bewerberflut zu sichten. „Bei der Auswahl müssen auch die logistischen Bedingungen bedacht werden“, sagt Wolfgang Gramm, der Geschäftsführer der Initiative „Kunstwerk Carlshütte“ und Chefkurator der Nord Art. Manche Objekte seien einfach zu groß oder zu schwer. Es müsse beispielsweise geklärt werden, ob es technisch überhaupt möglich ist, die Kunstwerke rechtzeitig nach Deutschland zu bringen. „Wie kommt eine Zehn-Meter-Skulptur aus China hierher?“ So ein Transport koste nicht nur Geld, sondern auch Zeit. „Ein Schiff aus Asien ist sechs Wochen unterwegs.“

Die inhaltliche Leitlinie dagegen lässt sich leichter klären. Die Idee: Jeder Künstler kann sich bewerben, es gibt keine thematischen Vorgaben, auch Materialwahl und Kunststil sind frei. „Die Nord Art ist ein Gesamtkunstwerk“, erklärt der Maler Wolfgang Gramm. „Die Werke stehen alle in Verbindung miteinander.“ Die Nord Art sei nicht die „documenta“ – aber: „Wir verstehen uns als eine Dokumentation globaler Gegenwartskunst.“ Die besondere Location der Fabrikhallen der alten Eisengießerei mit dem angrenzenden Skulpturenpark macht die Nord Art für Gramm zu einer einzigartigen Schau, „die sich Jahr für Jahr selbst erfindet.“

Während die Bewerber noch auf eine Antwort warten, ob sie an dem „Gesamtkunstwerk“ beteiligt sein werden, haben 30     Künstler ihre Zusage bereits in der Tasche. „In diesem Jahr haben wir uns für die Mongolei als Länderschwerpunkt entschieden“, kündigt Wolfgang Gramm an. In Kooperation mit der mongolischen Botschaft seien die Teilnehmer bereits festgelegt worden. „Es sind spannende Kunstwerke dabei“, weiß der Experte. Es lohne sich, mit Vorurteilen aufzuräumen. „In der Mongolei gibt es nämlich nicht nur wilde Steppenreiter, sondern auch eine Kunstakademie.“

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erstellt am 13.Feb.2015 | 09:00 Uhr

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