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Hobby-Jubiläum : 100 Sicherheitskräfte schützen die Kanzlerin

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Unternehmertag am Freitag bei Hobby: 1500 geladene Gäste aus Schleswig-Holstein und Hamburg werden erwartet.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2017 | 17:04 Uhr

Um allen Besuchern einen Platz bieten zu können, wurde sogar die vorgesehene Wohnwagenausstellung verkleinert: Mehr als 1500 geladene Gäste erwartet der Unternehmensverband Nord am Freitag im Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek. „Das ist der größte Unternehmertag in unserer Geschichte“, sagte gestern UV-Nord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich. Mit der Wahl des Veranstaltungsortes würdige man das 50-Jahr-Jubiläum der Hobby-Werke und das Wirken ihres Gründers Harald Striewski. Als Hauptrednerin kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Neben den geladenen Gästen sind 500 weitere Teilnehmer akkreditiert, darunter Ersthelfer und Ärzte, Caterer, Fahrer, 60 Journalisten und 100 Sicherheitskräfte, außerdem 100 Schüler aus der Region Rendsburg, die sich beim UV-Nord um eines der Tickets für den Unternehmertag bewerben konnten. Ursprünglich sollten nur 50 junge Leute die Chance haben, die Kanzlerin aus der Nähe zu erleben. Als sich jedoch insgesamt 590 Schüler bewarben, stockten die Organisatoren das Kontingent auf.

Das Team um Hauptgeschäftsführer Fröhlich hat die Veranstaltung auf die Minute genau durchgetaktet. Zum Auftakt um 10.30 Uhr sprechen UV-Nord-Präsident Uli Wachholtz und Hobby-Chef Harald Striewski, anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion mit CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther, SPD-Landeschef Ralf Stegner, Umweltminister Robert Habeck (Grüne), Christopher Vogt (FDP) und Jette Waldinger-Thiering (SSW). Die Wagenkolonne der Kanzlerin trifft um 12.15 Uhr ein. Merkel wird von Ministerpräsident Torsten Albig empfangen und in die Halle begleitet. Ihre Rede vor den Gästen wird 35 Minuten dauern. Anschließend reist sie weiter zum nächsten Termin.

Das große Interesse an dem Unternehmertag führte Fröhlich nicht allein auf den Kanzlerin-Besuch zurück. Dass von mehr als 2600 Eingeladenen um die 65 Prozent zugesagt hätten (üblich seien 20 bis 25 Prozent), sei auch auf den Solidarisierungseffekt in der Wirtschaft zurückzuführen. Die Firmen spüren laut Fröhlich „eine nicht hinreichende Wertschätzung durch Politik und Verwaltung“.

Partnerin des Unternehmertages ist die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Sie will dieses Forum nutzen, um die Firmenlenker zu Teilnahme an einer Umfrage zur Digitalisierung aufzufordern. Die Fragen wurden mit den Einladungen verschickt – laut Banksprecherin Birgit Rapior gibt es bereits 100 Antworten. Eine erste Hochrechnung ergab, dass sich etwa 60 Prozent der Firmen bisher „schlecht“ oder „nicht so gut“ auf den digitalen Wandel vorbereitet haben. Gründe seien fehlendes Know-How und hohe Komplexität.

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