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Steenfeld : 100 Feuerwehrleute löschen Großbrand in Steenfeld

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Strohballen und Landmaschinen standen heute auf einem Bauernhof in Flammen. Die Ursache ist nach Polizeiangaben noch unbekannt.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2014 | 18:53 Uhr

Eine Lagerhalle mit 800 Strohballen und landwirtschaftlichen Gerätten ist heute im Steenfelder Ortsteil Spann durch ein Großfeuer zerstört worden. Gegen 14 Uhr wurden die Feuerwehren der Umgebung alarmiert.

„Als wir hier eintrafen, brannte die Halle bereits fast in voller Ausdehnung“, berichtete Amtswehrführer Klaus-Hinrich Paulsen, der als Einsatzleiter auf mehr als 70 Einsatzkräfte zurückgreifen konnte. Neben den Steenfelder Feuerwehrleuten waren auch Kameraden aus Hanerau-Hademarschen, Lütjenwestedt, Oldenbüttel, Bendorf-Oersdorf, Beldorf und Gokels angerückt. 800 Strohballen, Hackschnitzel, Güllesubstrat sowie viele landwirtschaftliche Geräte standen in Flammen. Zerstört wurden in der Halle unter anderem ein Bagger, zwei neue Anhänger, drei Schmetterlingsmähwerke, ein Heuwender, ein Grubber und ein Futtermischwagen. Die in der Halle untergebrachte Schaltzentrale einer Biogasanlage blieb dank ihrer Betoneinfassung unbeschädigt. Ein direkt an die Halle angebautes Blockheizkraftwerk schaltete sich ab und blieb ebenfalls unversehrt. „Die Biogasanlage hier auf dem Gelände war nicht in Gefahr“, sagte Steenfelds stellvertretender Wehrführer Steffen Gravert, „und auch der Nachbarhof, auf dem sich eine weitere Biogasanlage befindet, war nicht gefährdet.“

Kurz vor 16 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, trotzdem wurde um 16.10 Uhr eine Nachalarmierung gestartet. „Viele Feuerwehrleute kommen ja jetzt erst nach Hause“, erläuterte Stefan Jepsen von der technischen Einsatzleitung des Kreises Rendsburg-Eckernförde, „wir hoffen, dass wir so auf etwa 100 Einsatzkräfte kommen.“ Zusammen mit drei weiteren Kameraden vom Kreisfeuerwehrverband unterstütze Jepsen die örtliche Einsatzleitung: „Wir beratschlagen, um gemeinsam die besten Lösungen zu finden.“

Um 16.45 Uhr begann ein Bagger damit, Stahlplatten an einer Hallenseite wegzureißen, um an noch brennende Strohballen heranzukommen. „Die Ballen werden dann mit dem Bagger rausgeschafft, um sie abzulöschen“, erläuterte Jepsen. Um dafür genug Löschwasser zu haben, wurde eine weitere Wasserversorgungsleitung zu den Fischteichen in Richtung Pemeln aufgebaut. Gleichzeitig wurden die Rendsburger Feuerwehrleute alarmiert. „Die Rendsburger sollen mit ihrem Gelenkmast die restlichen Dachplatten eindrücken, damit wir dann die Halle gefahrlos mit einem Radlader befahren können“, erklärte Jepsen.

Die Feuerwehrleute waren bis in die späten Abendstunden im Einsatz. „Die Brandwache wird bis morgen früh andauern“, meinte Steffen Gravert. Die Polizei konnte gestern noch keine Angaben zur Ursache und zur Schadenshöhe des Brandes machen.

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