100 Feuerwehrleute löschen brennende Streuobstwiese

Einsatz dauert eineinhalb Stunden / Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser verhindert

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29. Juni 2018, 18:48 Uhr

Der Alarm erfolgte gestern um 15.39 Uhr. Dichte schwarze Rauchschwaden stiegen über der Streuobstwiese direkt hinter den Wohngebieten Ellerbek und Heideteich in den Himmel. Nur wenige Minuten später waren die Einsatzkräfte vor Ort und verschafften sich von beiden Straßen über Grundstücke Zugang zu der brennenden Fläche.

Wegen der großen Trockenheit breitete sich das Feuer rasend schnell aus und erreichte die Grundstücksgrenzen der Häuser. Gruppenführer Mario Höckendorf von der Wehr Norby berichtete: „Wir sind gleichzeitig mit der Owschlager Wehr ausgerückt. Die Lage war relativ unklar. Wir haben die Wehren Duvenstedt, Brekendorf, Ahlefeld-Bistensee und Ascheffel nachalarmiert, denn man konnte überhaupt nicht erkennen, wie groß die brennende Fläche war.“ Ungefähr 100 Einsatzkräfte waren beteiligt. Für mehrere Häuser bestand zwischenzeitlich Gefahr. Nach 90 Minuten konnte der Einsatz beendet werden. Menschen wurden nicht verletzt. Auch die Polizei aus Fockbek war vor Ort. Die Beamten hielten sich zur Brandursache allerdings bedeckt. Derzeit könne dazu noch nichts gesagt werden, hieß es.

Feuerwehrfrau Sylvia Steinecke leistete einer aufgeregten Anwohnerin nicht nur seelischen Beistand, sondern warb nach getaner Löscharbeit auch darum, dass mehr Einwohner und insbesondere auch Frauen den Wehren beitreten. „Es ist schon wichtig, dass genügend Feuerwehrleute vor Ort sind, wenn der Alarm losgeht“, berichtete die engagierte Kameradin, die Einsätze seien zwar anstrengend, aber es sei durchaus körperlich schaffbar. „Und man wächst langsam hinein und lernt mit den Situationen umzugehen“, erklärte sie.

Eine Brandwache war im Anschluss nicht nötig. Doch wo vorher die Gräser im Wind wogten, ist die Fläche nun schwarz.

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