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Hanerau-Hademarschen : 100 Feuerwehrleute im Einsatz: Bewohner gerettet – Resthof ging in Flammen auf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim Großbrand eines Resthofs in Hanerau-Hademarschen konnten 100 Feuerwehrleute die Bewohner retten und ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude erfolgreich verhindern.

Beim Großbrand eines Resthofs in Hanerau-Hademarschen konnten 100 Feuerwehrleute die Bewohner retten und ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude erfolgreich verhindern. Kurz nach 2 Uhr in der Nacht zu gestern meldeten Nachbarn das Feuer in der Straße „Im Eck“. „Wir sind zunächst als einzige Wehr alarmiert worden“, berichtet Hademarschens Wehrführer Christian Boyn. Angesichts des Brandausmaßes mussten aber auch die Feuerwehrleute aus Bendorf-Oersdorf, Gokels und Steenfeld ausrücken. Darüber hinaus rollte das Hubrettungsfahrzeug der Itzehoer Feuerwehr an. „Die Drehleiter haben wir gebraucht, um das Feuer von oben bekämpfen zu können“, erklärt Boyn.

Beim Eintreffen am Brandort hatte zunächst die Rettung der beiden Bewohner oberste Priorität. Der 56-jährige Eigentümer konnte das Gebäude nach Angaben der Polizei selbstständig verlassen. Hilfe benötigte hingegen ein 60-jähriger Bewohner. „Diese Person haben wir mithilfe von Steckleiterteilen vom Balkon gerettet“, kann Boyn vermelden. Der Gerettete wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus nach Heide gebracht.

„Im ehemaligen Wirtschaftsteil des Resthofs lagerten große Brennholzvorräte, und auch das alte Gebäude trug zur enorm großen Brandlast bei“, erläutert Boyn. Aufgrund der Nähe zu einem Nachbarhaus entschied sich die Einsatzleitung, deren Bewohner zu evakuieren und eine Wasserwand aufzubauen. „Wir hatten das Glück, dass es eine relativ windstille Nacht war“, meint der Wehrführer. Die Feuerwehrleute betrieben sowohl personell als auch hinsichtlich des Wassereinsatzes einen „großen Aufwand“ (Boyn), konnten aber die Zerstörung des Gehöfts nicht verhindern. „Weil das Gebäude bei unserer Ankunft schon in voller Ausdehnung gebrannt hat, war es so nicht zu halten“, stellt Hademarschens Feuerwehrchef fest, „da war leider nichts mehr zu machen.“ Gegen 6 Uhr konnte der Großteil der Einsatzkräfte nach Hause abrücken. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in den Vormittag hinein. Der Sachschaden wir auf rund 100  000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. „Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden“, teilt die Polizeidirektion Neumünster mit.

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