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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 10:02 Uhr

100 Brandbekämpfer heizen ein

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auftakt der Feuerwehr-Konzerte mit Musikzügen aus Breiholz, Owschlag, Nortorf, Hohenwestedt und Felm in ausverkaufter Nordmarkhalle

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erstellt am 08.Mär.2016 | 13:00 Uhr

Feuerwehrkonzerte an vier Abenden am Anfang des Monats März im Rendsburger „Bullentempel“: Das bedeutet schon lange vorher, sich passende Eintrittskarten und damit eine gute Sicht auf die Lieblingskapelle zu sichern. So saß zum Beispiel der Breiholzer „Fanblock“ unmittelbar bei „seinem“ 25 Mitglieder starken Breiholzer Musikzug, der am Montag unter der Leitung von Timo Lietzau mit den Musikzügen von Felm, Hohenwestedt, Owschlag und dem Amt Nortorfer Land musizierte.

Nach der Landeshymne unter der Stabführung von Kreismusikfachwart Wolfgang Schmudde ging das Programm bei den Felmern (22 Musiker) mit dem Stück „Barbara Ann“ in die Vollen: Es wurde 1958 komponiert und später von den Beach Boys bekannt gemacht. Als humorvoller Moderator gefiel dem Publikum Claus-Peter Reese, genannt „Resi“, aus Hohenwestedt. Neben dem eingängigen Country-Song „Take Me Home“ wurde im Felmer Lager gleich zwei Mal „gefetzt“: In lateinamerkanischem Rhythmus und mit der „Drumming Machine“. Hartmut Petri leitete die ausgezeichnet aufeinander eingespielte Formation.

Liebling des Abends war vermutlich der mit zehn Musikern kleinste, aber musikalisch starke Musikzug Owschlag. Was Ausbildungsleiter Jörg Ullrich seinen Schützlingen mit vollem Körpereinsatz beim Dirigieren abverlangte, war hörens- und sehenswert: Nach den temperamentvollen Polkas von der „Schützenliesl“ und dem „Böhmischen Spatz“ wurde es leise: Der beliebte „Bummelpetrus“ mit dem Liedteil von dem Wächter, der die Himmelstür zuschließt, wurde vom Publikum ganz verhalten mitgesungen. Das klang fein. Dieses inzwischen erfolgreiche Lied von Komponist Max-Werner Kersten war zuvor als „Mühlenpolka“ von acht Verlegern abgelehnt worden, teilte Reese mit.

An den Konzertbeiträgen der 23 Musiker aus Hohenwestedt mit dem Dirigenten Rainer Spettel ist leicht dessen Faible zu exzellenter Stimmungsmusik zu erkennen, bei der die Zuschauer je nach Belieben gerne schunkeln, mitsingen oder klatschen. So ging es mit einer Schlagerparade im Marsch-Beat-Rhythmus und einem Stimmungspotpourri mit herrlichen Walzern, bei dem das Lied von den Nordseewellen mit einigen hundert Stimmen mitgesungen wurde. Das Medley mit Melodien vom Mittelmeer inspirierten zu warmen Gedanken – zu mehr reichte es bei dem ungemütlichen Wetter vor den Nordmarkhallen-Toren nicht.

Timo Lietzau und der neu gewählte Musikzugführer Christian Pahl vom Musikzug Breiholz setzten auf gemischte Musikkost, die sie virtuos darboten. Klassische Rockmusik von John Miles aus England, ein Walzermedley mit den „Tulpen aus Amsterdam“, „Que sera“ und „Wunderbar“ sowie das „Victoria Peak“, das für ein Blasorchester-Festival in Hongkong komponiert wurde, fanden nur begeisterte Zuhörer.

Mit „Musik ist Trumpf“, der Titelmelodie der früheren Peter-Frankenfeld-Show, starteten die 24 Musikanten vom Amt Nortorfer Land ihre Beiträge. Die Nortorfer unter Musikchef Thorsten Helm überraschten besonders mit Vokal- und Instrumentalsoli. So trug Christina Reimers „Set Fire To The Rain“ mit kraftvoller Stimme vor, Svenja Sachau (Es-Altsaxofon) meisterte das „Against All Odds“ von Phil Collins. Das I-Tüpfelchen der Nortorfer vor dem Finale mit allen Kapellen war eine grandios vorgetragene Zusammenstellung der schönsten Melodien von George Gershwin mit zwei Soli: An der Trompete Andreas Carstens, am Saxophon Svenja Sachau.

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