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Fussball : 1:6 – Hilflose Kropper vom Titelanwärter Lübeck überrollt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Knapp 1200 Zuschauer auf der Lohmühle erlebten am Freitag im Spiel der Fußball-SH-Liga eine Demonstration Lübecker Stärke, aber auch eine Kropper Elf, die gerade in der Defensive meist hilflos zusah.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2013 | 19:54 Uhr

Das Ergebnis von 6:1 (3:0) für den VfB schmeichelte am Ende eher den Gästen.

Während die Lübecker von Beginn an zeigten, dass sie die unglückliche Pokal-Niederlage acht Wochen zuvor ausbügeln wollten, fehlte den Kroppern der letzte Biss und Entschlossenheit. Vor allem über die Außen Stefan Richter und Ahmet Arslan kamen die Lübecker immer wieder mühelos durch. „Dabei waren die im Pokalspiel gegen uns spielerisch eigentlich besser als diesmal“, stellte der Kropper Robin Ziesecke nicht ganz zu Unrecht fest. Die spielerische Qualität erarbeitete sich der VfB erst nach und nach. „Endlich haben wir mal ein frühes Tor gemacht“, erklärte Kapitän Moritz Marheineke. „Das hat uns nach den letzten knappen Spielen gut getan.“ Nach Flanke von Arslan traf Richter zum 1:0 (11.). Genau andersherum lief es zwölf Minuten später: Richter auf Arslan – 2:0. Beide Male hatte fast die komplette Kropper Hintermannschaft bei den flachen Hereingaben in den Fünfmeterraum nur staunend zugeschaut. Als Arslan nach herrlichem Steilpass von Tomek Pauer den indisponierten Fabian Schelper abschüttelte, hieß es 3:0 (39.). Bei einem Kopfball von Sebastian Heidel (13.) und einer Dreifachchance für Heidel, Arslan und Sascha Steinfeldt (45./+2) hätten schon vor der Pause mehr VfB-Tore fallen können. Nur selten hatten die Kropper selbst Torszenen – ein Schuss und eine verunglückte Flanke, jeweils von Jörn Vogt (17., 20.), waren die einzig nennenswerten.

Nach der Pause wurden es nicht mehr. Im Gegenteil: Der TSV hätte im Lübecker Sturmwirbel mit Pech auch zweistellig untergehen können. „Wenn die einmal ins Rollen kommen, sind die in dieser Liga kaum zu stoppen“, wusste der Kropper Lukas Henke. Allein Arslan hatte noch drei Hochkaräter, traf aber nur den Innenpfosten (47.), scheiterte einmal an Keeper Philipp Reinhold (50.) und vor dem verlassenen Tor an einem Abwehrbein (75.). Zwei gute Chancen ließ der nun überragende Dennis Voß aus (48., 65.). Und auch die eingewechselten A-Jugendlichen Morten Rüdiger (67.) und Marvin Thiel (81.) bekamen nur den Abschluss bei ihren Möglichkeiten nicht hin. So blieb es bei sechs VfB-Toren. Richter legte binnen 13 Minuten einen lupenreinen Hattrick obendrauf. Bei allen drei Treffern war er von Voß glänzend in Szene gesetzt worden. Mit dem einzigen Torschuss der zweiten Hälfte erzielte Maximilian Petersen 30 Sekunden vor dem Ende das Ehrentor.

TSV Kropp: Reinhold – Schelper, T. Vogt, Merz, Waschewski (46. Y. Sievers) – Petersen, Matthes – J. Vogt, Henke (46. Ziesecke), Alias – Langkowski (61. Gieseler).

SR: Kohlmann (Kiel).

Zuschauer: 1.182.

Tore: 1:0 Richter (11.), 2:0 Arslan (23.), 3:0 Arslan (39.), 4:0 Richter (69.), 5:0 Richter (77.), 6:0 Richter (82.), 6:1 Petersen (90.).

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