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Rendsburg : 1,5 Millionen Euro für die Jugendarbeit in der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ soll Schülern bei der Berufsfindung helfen. Die Hälfte der Mittel stammt aus der EU-Förderung.

von
erstellt am 17.Nov.2014 | 19:25 Uhr

Die Angebote zur Berufsorientierung sind vorhanden. Doch sie erreichen Jugendliche vielfach nicht. Diese Erfahrung lässt die Stadt Rendsburg aktiv werden: 29 Seiten umfasst der Antrag für das Projekt „Jugend stärken im Quartier“. Gesamtkosten: Gut 1,5 Millionen Euro. Ziel: Diese Jugendlichen mit Mitteln der mobilen Jugendarbeit ansprechen und ein Netzwerk der beteiligten Institutionen schaffen. Wie die Inhalte gestaltet werden können und wie die Finanzierung möglich ist, wird kommenden Montag beraten.

Das vierjährige Projekt (Start 2015) kostet zwar 1 548 000 Euro. Wenn der Bund grünes Licht gibt, wird die Hälfte – also 774 000 Euro – allerdings vom Europäischen Sozialfonds (ESF) übernommen. Die übrigen 50 Prozent müssen Stadt und Kreis aufbringen. Der „grobe Finanzierungsplan“, so Matthias Gröning vom Fachdienst Familie der Stadt Rendsburg, wird jetzt vorgestellt. Das Besondere in dem Förderantrag: „Es ist ausdrücklich erlaubt, Personalkosten als Eigenanteil darzustellen.“ Genau das ist geplant: Schulsozialarbeit, Mikroprojekte in Mastbrook und die Koordination sind als „Personalgestellung“ ausgewiesen und haben einen Wert von zusammen 97 500 Euro. Aber auch der Kreis (7500 Euro) beteiligt sich, weiterhin sind Spendenmittel durch Stiftungen vorgesehen sowie Haushaltsmittel der Stadt.

Dass das Projekt nötig ist, hat eine Umfrage zum Ende des Xenos-Projektes gezeigt. Hier ging es um die Intergration von jungen Menschen, von denen 35 Prozent Migranten sind. Befragt wurden 360 Schüler ab der 8. Klasse an der Schule Altstadt und der Christian-Timm-Schule, die auch im neuen Projekt als Partner dabei sind. Das Resultat: „Es gibt viele Angebote zur Berufsorientierung, aber sie erreichen die jungen Leute nicht“, fasst Gröning zusammen. In diesem Fall 80 Prozent der Befragten.

Dies zu ändern ist ein Ziel des neuen Programms. Wie sich der Übergang von der Schule in das Berufsleben besser gestalten lässt, wurde bereits erprobt. „Handlungsorientierte Ansätze“ nannte sich ein Angebot der VHS: Praxisnah konnten die jungen Leute erleben, wie beispielsweise getischlert wird. „Das könnten wir im Rahmen des neues Projektes ausweiten“, beschreibt Matthias Gröning einen Baustein des Projektes.

Aber die besten Angebote laufen ins Leere, wenn die jungen Leute so stark von persönlichen Problemen belastet sind, dass sie nicht den Kopf frei haben für Zukunftsplanungen. Auch hier könnte ihnen geholfen werden. Die Stadt denkt an ein persönliches Coaching. Das bedeutet auch: Die Jugendlichen müssen sich nicht an Institutionen wenden, sondern – wie bei mobiler Jugendarbeit – diese kommt zu ihnen. Daher wird daran gedacht, die Arbeit von Check4 neu zu strukturieren und mit einzubeziehen. Genauso wichtig sei aber die Verknüpfung der einzelnen Anbieter wie Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Berufsberatern. Zielgruppe sind laut Beschlussvorlage „Jugendliche mit schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen“. Aber auch Teenager mit einer reibungslosen Schulkarriere können davon profitieren, sind sich die Initiatoren sicher.

 

 

 

 

 

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