1,5 Millionen Euro aus Kiel

Blick in den Empfangsraum des 360-Quadratmeter-Komplexes.
Blick in den Empfangsraum des 360-Quadratmeter-Komplexes.

Ministerium gibt Geld für die Erweiterung des Nordkollegs frei / Baubeginn Anfang September

shz.de von
25. Juli 2014, 12:19 Uhr

Die Bauarbeiten für einen unterirdischen Probenkomplex im Nordkolleg können beginnen. Wie Geschäftsführer Guido Froese jetzt mitteilte, ist die Finanzierung des Ausbaus gesichert, ein Bescheid über 1,5 Millionen Euro aus dem Kultusministeriums liegt vor. 500 000 Euro muss das Nordkolleg aus Eigenmitteln beisteuern. Anfang September legen die Arbeiter los. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt ein Jahr. Wie berichtet, sollen Musiker an der Kultur-Akademie künftig zum Proben in den Keller gehen können. Geplant ist eine 360 Quadratmeter große Anlage, die zu 80 Prozent unter der Erde liegt. Ein Raum wird allein 160 Quadratmeter umfassen, so dass ganze Bands neue Stücke einstudieren können. Zwei weitere Räume von je 60 Quadratmetern, ein Tonstudio und Freiflächen komplettieren den unterirdischen Anbau, der einen Extra-Zugang erhält. Oberlichter und Fenster sorgen für natürliche Helligkeit.

Die Erweiterung bietet mehrere Vorteile. Zum einen sinkt die Lärmbelästigung in der direkten Nordkolleg-Umgebung durch laute Instrumente oder Gesänge. Und für das Nordkolleg öffnet sich ein neuer Kreis möglicher Nutzer. „Der Musikbau erweitert unser Spektrum in Richtung Populärmusik“, sagt Froese. Spielen könne dann im Nordkolleg „alles, was ein bisschen laut ist“. Schon jetzt sei man mit mehreren Kooperationspartnern im Gespräch, für die das Nordkolleg vorher nicht interessant gewesen sei, so der Geschäftsführer.

Froese ist zuversichtlich, dass der Akademiebetrieb durch die Arbeiten so wenig wie möglich behindert wird. Der Haupteingang wird an die Seite des Nordkollegs verlegt, und über die tiefe Grube vor ihrem Arbeitsplatz sehen die Mitarbeiter buchstäblich hinweg.

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