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Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 14:57 Uhr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Die Vorteile eines Europas ohne Grenzen möchte niemand mehr missen. Besonders Urlauber wissen sie zu schätzen: Keine Wartezeiten an den Grenzen, keine ärgerlichen Kontrollen, keine Staus. Dazu entfällt das lästige Umtauschen von Geld in verschiedene Währungen. Letzteres allerdings nur bedingt. Noch haben nicht alle 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union als einheitliche Währung den Euro, neben einigen anderen machen auch die beiden baltischen Staaten Lettland und Litauen eine Ausnahme. Die Letten bekommen den Euro am 1. Januar 2014, ihre südlichen Nachbarn müssen noch ein Jahr länger warten.

Ein kleiner Grenzübergang zwischen Lettland und Litauen mitten in der Wildnis. Schranken und Zollgebäude sind längst abgebaut, nur eine kleine Wechselstube von der Größe einer Würstchenbude existiert noch. In ihr kann man litauische Litas in lettische Lats tauschen oder umgekehrt. Auch Euro werden genommen. Eine einzige Angestellte hinter einem kleinen Tresen, geschützt durch eine Glasscheibe, erledigt die seltenen Finanz-Transaktionen. Sie spricht ein wenig Deutsch und kann daher die Frage verstehen, ob sie in dieser Einsamkeit nicht Angst vor einem Überfall habe. Sie schüttelt den Kopf und deutet auf ein Schild, das von draußen an der Glastür angebracht ist. Es zeigt eine schwarze Pistole, die mit zwei roten Balken durchgestrichen ist. Alles klar, Waffen dürfen also nicht mit in die Wechselstube genommen werden – dann kann ja nichts passieren.

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