Round Table Glückstadt : Junger Tisch sucht Nachwuchs

Torben Koopmann ist in diesem Jahr der Präsident des Glückstädter Round Table.
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Torben Koopmann ist in diesem Jahr der Präsident des Glückstädter Round Table.

Torben Koopmann ist in diesem Jahr der Präsident des Round Tables Glückstadt.

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19. Mai 2015, 08:00 Uhr

Glückstadt | Rotarier, Soroptimisten oder Lions – in Glückstadt gibt es gleich mehrere sogenannte Service-Clubs, die sich mit verschiedenen Projekten für sozialen Frieden und Menschenrechte einsetzen. Der Round Table unterschiedet sich vor allem durch seine Altersbegrenzung von den anderen Clubs: Mit 40 Jahren scheiden die ausschließlich männlichen Mitglieder automatisch aus – beziehungsweise wechseln in den sogenannten „Old Table“.

„Das hat den Vorteil, dass wir uns ständig erneuern, dass immer wieder neue Impulse und Ideen hereinkommen“, erklärt Torben Koopmann. Der 36-Jährige muss es wissen – schließlich ist er in diesem Jahr Präsident des Glückstädter Tisches, leitet die Tischabende, stimmt Projekte ab und ist nicht zuletzt dafür zuständig, die Stimmung am Tisch hochzuhalten. Der Austausch von privaten und beruflichen Erfahrungen ist ein wichtiger Aspekt beim Round-Table und auch in Glückstadt wird deshalb die Vielfalt unter den Mitgliedern gepflegt. „Unsere zwölf Tabler haben völlig unterschiedliche Hintergründe, wir haben Handwerker, Physiotherapeuten, Lehrer oder Bauingenieure dabei“, erzählt Koopmann, der als Geschäftsführer der gleichnamigen Helicopter-Firma mit Sitz in Sommerland selbstständig ist.

So unterschiedlich die verschiedenen Tabler auch sind – ihnen allen liegt ihre Heimat am Herzen. Die Erlöse aus fast allen Aktionen, die der Tisch organisiert, fließen in soziale Projekte vor Ort. Im vergangenen Jahr etwa gingen die Gelder aus dem Entenrennen während der Matjeswochen und dem Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt an die Diakonie, das Jugendzentrum oder wurden verwendet, um verschiedene Einzelschicksale zu lindern.

Solche großen Aktionen zu organisieren, kostet viel Zeit, „deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur etwas Soziales machen, sondern auch Spaß daran haben“, erklärt Torben Koopmann, der mit seiner Frau in Glückstadt lebt. „Ich zum Beispiel verkaufe gerne Glühwein und schnacke dabei mit den Glückstädtern oder sortiere die Enten für das Entenrennen bei einem Würstchen vom Grill.“

Auch das Pflegen von Freundschaften im In- und Ausland gehört zu den Zielen des Round Table. So haben die Glückstädter beispielsweise in diesem Jahr ihren Partnertisch in Frankreich besucht und tauschen sich regelmäßig mit anderen Tischen in Deutschland aus. „Aber natürlich entstehen vor allem Freundschaften innerhalb des eigenen Tisches.“

Die Altersgrenze bringt eine Schwierigkeit mit sich: Koopmann und seine Tabler sind ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern. „Im Moment dürften wir ruhig ein paar mehr sein“, sagt Koopmann, „zwölf ist ein bisschen wenig, eine gute Tischgröße sind 15 bis 17 Personen.“ Normalerweise werden neue Tabler von aktuellen Mitgliedern vorgeschlagen – „aber wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns melden und einmal an einem unserer Tischabende teilnehmen.“ Jeden ersten Mittwoch im Monat trifft sich der Tisch Nummer 156 im „Kleinen Heinrich“, jeden dritten Freitag bei einem der Tabler zu Hause. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren, Torben Koopmann rät allerdings, dass die Bewerber mindestens 25 Jahre alt sein sollten. „Schließlich sollen die Tabler schon fest im Leben stehen und müssen auch zum Tisch passen.“ Eine andere Voraussetzung ist, dass die Bewerber männlich sein müssen. Reich zu sein ist dagegen keine Voraussetzung, wie Koopmann betont: „Es heißt nicht umsonst: ,Keep round table cheap’ – wir kommen an die Gelder für unsere sozialen Projekte, indem wir Aktionen organisieren oder auch mal selber mit anpacken.“

>Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme gibt es auf der Internetseite des Round Table Glückstadt unter www.rt156.de

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