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"Hund, Katze, Maus" Spenden für "Casa Cainelui": Tierfreunde helfen Hunden in Not

Von kgo | 13.02.2013, 08:33 Uhr

Romulus Sale hat in Rumänien das Tierheim "Casa Cainelui" gegründet. Itzehoerin Melanie Drewke will ihm helfen und gründet das private Hilfsprojekt "SOS-Dog".

Sie werden ausgesetzt, vergiftet, misshandelt, geschlagen, nach Unfällen einfach liegen gelassen - Hunde sind in Rumänien nicht viel wert. Und Tierschutz wie in Deutschland gibt es dort nicht. Hilfe erfahren die Tiere nur durch Privatinitiativen, zum Beispiel durch Romulus Sale. Er hat das Tierheim "Casa Cainelui" gegründet. Ehrenamtlich sorgt er für Unterkunft, medizinische Versorgung und Futter - und vor allem auch dafür, dass Straßenhunde kastriert werden, um weiteres Leid zu verhindern.
Als die Itzehoerin Melanie Drewke in der Fernseh-Sendung "Hund, Katze, Maus" einen Beitrag über das "Casa Cainelui" sah, hat sie das Engagement tief bewegt. "Ich hatte das Bedürfnis, Romulus zu unterstützen, weil er das alles aus eigener Kraft aufgebaut hat", erzählt die 35-Jährige, die selbst zwei Hunde hat. Natürlich gebe es auch in Deutschland tierisches Leid. "Aber hier wird doch mehr getan als in Rumänien."
Die Itzehoerin bewarb sich erfolgreich als Helferin für die Vor- und Nachkontrolle. Das heißt, sie besucht Familien, in die Hunde vermittelt werden sollen, um sich ein Bild von den Verhältnissen zu machen oder steht ihnen danach zur Seite.
"Seitdem bin ich mit dem Virus infiziert", sagt sie. "Es ist eine Herzensangelegenheit, dort anfassen zu können, wo Hilfe benötigt wird." Auch ihren Freundeskreis hat sie angesteckt. Mit Gerrit Teune aus Wrist hat sie das private Hilfsprojekt "SOS-Dog" gegründet, um Spenden für das "Casa Cainelui" zu sammeln. "Wir sind kein eingetragener Verein, deshalb können wir kein Geld annehmen", sagt sie. Es gehe um Futter- und Sachspenden. "Es werden dort pro Monat vier Tonnen Futter gebraucht", erklärt Gerrit Teune. Vor allem werde Trockenfutter und spezielles Welpenfutter benötigt.
Aber auch Medikamente, Decken oder alte Bettwäsche und Badematten sowie Körbe werden gebraucht. "Zeckenschutz, Flohmittel, Verbandsmaterial, Vitaminpaste, Ohren- und Augentropfen", zählt Gerrit Teune auf, woran es mangelt. Auch weitere Helfer werden dringend gesucht, genau wie Sammelstellen im Raum Heide, Flensburg und Lübeck.
Als das erste Päckchen abgegeben wurde, war das für Melanie Drewke "wie Ostern, Geburtstag und Weihnachten zusammen." Inzwischen kamen dank Mundpropaganda, Flyer, Homepage und Facebook viele Pakete dazu. Über www.sos-dog.de ist es auch möglich, Ware über den Internet-Tierhandel Zooplus zusenden zu lassen.
Ins "Casa Cainelui" kommen die Spenden über den Verein "Perspektierisch". "Es geht alles mit rechten Dingen zu, alles kommt an", betont Melanie Drewke. Irgendwann wollen sie und Gerrit Teune selbst nach Rumänien reisen. "Wir werden nicht mit leeren Händen fahren."
Melanie Drewke, 0151/25227314, melanie@ sos-dog.de; Gerrit Teune, 0160/ 90201514, gerrit@sos-dog.de.