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Burg Fahrradprüfung: Unfälle verhindern durch mehr Verkehrssicherheit

Von non | 29.06.2011, 03:59 Uhr

Proppenvoll sind die Ständer vor der Grundschule: Alle 43 Schüler der 4.

Klassen haben ihre Fahrräder mitgebracht. "Radfahrausbildung" steht auf dem Stundenplan - mit schriftlichen Test, Fahrt unter Aufsicht und Radkontrolle. In der Vorwoche hatten Eltern als Streckenposten beim Rundkurs bereits bewertet, ob die Schüler alle Regeln kennen und sicher fahren. Die Lehrer Hans-Wilhelm Gehrts und Christin Stammerjohann verteilten den "Lernziel-Kontrollbogen". Dieser Test zur Radfahrausbildung sieht sehr amtlich aus - die bunten Skizzen erinnern an eine Führerscheinprüfung. Die Viertklässler mussten ankreuzen, wer Vorfahrt hat oder wissen, wie man den Fahrradhelm richtig aufsetzt.

Jetzt war Polizeioberkommissarin Stefanie Wasmundt (32) aus Itzehoe in die Burger Grundschule gekommen. Sie ist für Prävention zuständig. Seit 2003 besucht sie alle Schularten, bildet Schülerlotsen aus und nimmt Fahrradprüfungen ab. Ihr Motto: Unfälle verhindern durch mehr Verkehrssicherheit.

Stefanie Wasmundt stand in ihrer Uniform vor der Tafel. Einzeln rief sie die Schüler nach vorn und teilte das Prüfungsergebnis mit. Manchmal ermahnte sie streng, wenn ein Schüler die Vorfahrtsregeln überhaupt nicht kannte, dann lobte sie hervorragende Fahrkünste oder motivierte: "Übe mehr Fahrradfahren. Ich möchte nicht, dass du unter die Räder kommst." Die Polizistin überreichte Fahrradausweis und Aufkleber an die sichtlich stolzen Viertklässler. Einige Schüler haben Fahrprüfung oder Test nicht sofort bestanden, sie bekommen bei der Nachprüfung eine zweite Chance.