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Insel-Bote

24. Oktober 2017 | 13:54 Uhr

Zwölf Einzelkämpfer treten an

vom

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Föhr | Neben den Kandidaten, die für eine Wählerliste oder Partei antreten, versuchen auf Föhr-Land auch etliche Insulaner als Einzelbewerber ihr Glück. Insgesamt zwölf "Einzelkämpfer" treten am Sonntag an.

"Es gefällt mir nicht, dass die Insel ausverkauft wird. Da möchte ich einhaken", begründet Jens Olufs seine Kandidatur in Alkersum. Der Landwirt will sich außerdem dafür einsetzen, dass in seiner Heimatgemeinde mittelfristig ein größeres Baugebiet ausgewiesen wird, in dem sich junge Familien ansiedeln können. "Ich möchte mich für die Interessen und Aufgaben des Dorfes einsetzen und diese durchsetzen", begründet Ina Ketels ihre Kandidatur in Alkersum. Als Ziele nennt sie eine Belebung der Dorfgemeinschaft und Verbesserung der touristischen Attraktivität Alkersums. Außerdem ist es Ina Ketels wichtig, für junge Insulaner genügend bezahlbaren Wohnraum und Baugebiete zu schaffen, um so die "Verfremdung" der Insel einzugrenzen.

"Als ich darüber nachgedacht habe, mich aufstellen zu lassen, gab es in Borgsum noch zwei Parteien", erklärt Meiken Jensen. Da sie sich nicht für oder gegen eine Partei entscheiden wollte, habe sie sich ganz "unparteiisch" allein aufstellen lassen. Sie kandidiere, weil sie gerne etwas für die Dorfgemeinschaft tun möchte.

Er sei darauf angesprochen worden, zu kandidieren, damit auch junge Midlumer im Dorfparlament vertreten seien, berichtet Ricklef Hinrichsen. Der 27-Jährige will die Interessen seiner Generation in die Gemeindevertretung einbringen.

In Oevenum treten Benjamin Barella, Joachim Christiansen, Walter Höllmer und Stefan Mengel als Einzelbewerber an. Er wolle aktiv an der Gestaltung der Zukunft der Gemeinde mitwirken, erklärt Benjamin Barella. "Die Anliegen aller Oevenumer Bürger zu hören und mich im Interesse der Gemeinschaft dafür einzusetzen ist mir dabei besonders wichtig." Christiansen will sich für das "Wir-Gefühl" im Dorf und den dörflichen Zusammenhalt einsetzen und hat außerdem noch ein ganz profanes Ziel auf der Agenda: Das Aufstellen von Müllbehältern und Spendern mit Beuteln für Hundehinterlassenschaften. "Weil ich in Oevenum lebe und mich wohl fühle, habe ich die Verpflichtung, mich für die Gemeinde einzusetzen", so Walter Höllmer. "Weil ich selbst nicht mehr ganz jung bin", so Höllmer, "will ich mich vor allem darum kümmern, dass die Senioren nicht vergessen werden". "Ich weiß, dass man als Einzelner nichts Großartiges verändern kann", so Stefan Mengel. Doch man sollte versuchen, Dinge zu unterstützen, liegen ihm besonders Bebauungsplanfragen sowie die Ortsgestaltung am Herzen.

Seit zehn Jahren ist Jan Brodersen, schon in der Oldsumer Gemeindevertretung tätig und möchte einige begonnene Projekte weiterverfolgen. Dazu gehören der Erhalt der Grundschule Föhr-Land sowie ein sicherer Schulweg genauso wie die Erhaltung des Dorfkerns und günstiges Bauland für junge Familien. "Desweiteren meine ich, als Gemeindewehrführer mit einem Sitz in der Vertretung die Interessen der Wehr besser vertreten zu können", so Brodersen. "Oldsum ist und bleibt meine einzige Heimat und ich würde der Gemeinde auf diesem Wege gern etwas zurückgeben", begründet Olaf Ketelsen seine Kandidatur. Der Installateur- und Heizungsbauermeister möchte in der Gemeindevertretung auch in Sachen Energieeinsparung oder Bautechniken einen Beitrag leisten. Besonders am Herzen liegt ihm, sein Heimatdorf auch weiterhin für Touristen und Einheimische attraktiv zu gestalten, und auch mal Dinge zu beeinflussen, auf die die Gemeinde noch Einfluss nehmen kann.

Zwei Einzelbewerber gibt es in Süderende: Michael Jordt und Günther Zierke. Jordt möchte sich vor allem dafür einsetzen, dass Dorf und Feuerwehr ihre Eigenständigkeit behalten, "damit nicht alles nach Wyk geht und die Kameradschaft im Dorf bestehen bleibt". Weiter liegt ihm die Schaffung von Bauplätzen für junge Einheimische am Herzen. Zierke ist nicht bereit, Auskünfte über seine politischen Ziele zu geben: "Das geht niemand etwas an", erklärte er.

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