Standpunkt : Zweifel bleiben

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18. November 2014, 09:00 Uhr

Die Befürworter der Kartbahn erwecken den Eindruck, als stehe mit dem Rundkurs die einzige insulare Jugend-Freizeitbeschäftigung auf der Kippe. Und für den SPD-Politiker Thomas Löwenbrück ist das Kartfahren sogar ein wichtiger Schritt bei der Bekämpfung des Drogenproblems auf der Insel. Sie alle können sich als Gewinner fühlen, und die künftigen Betreiber Petra und Dierk Clausen sind einen wichtigen Schritt weiter. Eine Mehrheit für ihr Projekt aber haben sie nur auf dem Papier. Zwei Stadtvertreter, die sich im Vorfeld nicht als Befürworter der Kartbahn an diesem Standort gezeigt hatten, stimmten nicht mit ab; zwei Stadtvertreter enthielten sich. Zudem könnte die knappe Entscheidung durch ein Bürgerbegehren gekippt werden. Trotz aller Kritik sind die Betreiber von ihren Plänen überzeugt. Und die Jugendlichen kündigen regelmäßige Besuche der Kartbahn an. Die sind auch notwendig, soll das Unternehmen keinen wirtschaftlichen Schiffbruch erleiden. Ob der Absicht bei Preisen um zehn Euro und einer Fahrtzeit von maximal 15 Minuten dauerhaft Taten folgen, darf allerdings zumindest bezweifelt werden.

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