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Insel-Bote

23. Oktober 2017 | 17:31 Uhr

Zwei Tote bei Absturz im Wald

vom

Kleinflugzeug fällt nahe Uetersen wie ein Stein vom Himmel

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Heist | Beim Absturz eines Leichtflugzeugs in der Nähe des Flugplatzes Heist bei Uetersen (Kreis Pinneberg) sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Pilot und seine Mitfliegerin seien noch an der Unglücksstelle gestorben, wie die Polizei mitteilte. Zur Identität der Toten, einer älteren Frau und einem älteren Mann aus Hamburg, machten die Ermittler zunächst keine konkreteren Angaben. Zunächst hieß es, es sollen drei Personen an Bord der einmotorigen Maschine gewesen sein. Helfer suchten allerdings vergeblich nach dem dritten Insassen. Die Maschine vom Typ Cessna 172 war erst wenige Minuten zuvor vom nahe gelegenen Flugplatz Heist gestartet, sagte die Itzehoer Staatsanwältin Maxi Wantzen. Der Pilot habe dort 86 Liter Treibstoff getankt. Das Flugzeug habe nach dem Start zunächst am Himmel mehrere Runden gedreht, bevor nach Zeugenaussagen der Motor ausfiel: Die Cessna soll noch einige Sekunden in der Luft geschwebt haben, bevor sie wie ein Stein senkrecht herunter gefallen sei. Sie krachte in ein Waldstück zwischen der Bundesstraße 431 und der Schießanlage einer nahe gelegenen Kaserne. Die Cessna zerbrach bei dem Absturz in mehrere Teile. Die Kripo Itzehoe und die Bundesstelle für Flugunfall untersuchung in Braunschweig wurden in die Untersuchungen zur Unglücksursache eingeschaltet.

Die Suche nach dem Wrack gestaltete sich schwierig. Mit einem Flugzeug, einem Polizei-Hubschrauber und mehreren Streifenwagen wurde das Waldgebiet abgesucht. Erst 20 Minuten später entdeckte ein Rollerfahrer die Cessna. Der Flugplatz liegt rund 20 Autominuten westlich von Hamburg. Dort haben mehrere Motor- und Segelflugvereine ihren Sitz. Außerdem parken viele Hobbyflieger ihre Maschinen in Heist. Der Flugplatz ist einer der meistfrequentierten Verkehrslandeplätze dieser Art in Deutschland. Die verunglückte Maschine gehörte der HanseAir Hamburg, eine Flugschule für Privatpiloten, Kunstflug und Charter.

Der Absturz war bereits der dritte im Umfeld des Heister Flugplatzes innerhalb eines Jahres.

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