Hotel-Neubau am Südstrand: : Zeitplan gerät aus den Fugen

Im Außenbereich ist noch viel zu tun.
Im Außenbereich ist noch viel zu tun.

Regen und Wind kippen Planung. Verzögerung bei Arbeiten im Außenbereich. Für April vorgesehene Eröffnung auf Juli verschoben.

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17. Februar 2018, 13:00 Uhr

Die Wetterkapriolen der vergangenen Monate haben auch bei dem Neubau des Hotels am Südstrand für Probleme gesorgt. Der Umstand, dass nur begrenzt draußen gearbeitet werden konnte, ließ den ohnehin sportlichen Zeitplan aus den Fugen geraten. Mit der Folge, dass die Eröffnung, die im Pre-Opening für den 1. April vorgesehen war, auf den 1. Juli verschoben wurde.

Im Innenbereich ist man gut vorangekommen; die ersten Möbel wurden geliefert und die Zimmer sind fast bezugsfertig. Die Arbeiten im Außenbereich aber litten unter der Witterung. Zwar wurden die Fundamente für die Lärmschutzwand bereits gegossen und die Hotelauffahrt vorbereitet. „Aufgrund des Frostes mussten die Arbeiten allerdings eingestellt werden“, konstatiert Investor Wolfgang Müller.

Nicht die einzigen Probleme, die es auf der Bausstelle an der Gmelinstraße zu bewältigen galt. So waren für ein Staffelgeschoss Fenster mit einem zu weit nach außen stehenden Sonnenschutz geliefert worden. Anfängliche Überlegungen, den Außenbereich anzupassen, wurden verworfen. Die Fenster gingen zurück und werden nun durch die richtigen ersetzt. Der dadurch entstandene Zeitverzug stehe aber nicht im Zusammenhang mit der verspäteten Eröffnung des Hotels, sagt Müller, andere Arbeiten seien vorgezogen worden. „Eine ärgerliche Randerscheinung, die bei einem so großen Projekt nicht weiter dramatisch ist.“

Ebenso wenig wie ein unerwarteter Auftritt der Zolldirektion Itzehoe. Routine-Untersuchungen gebe es regelmäßig, berichtet der Investor von vier oder fünf Kontrollen während der Bauzeit. Der letzte Besuch allerdings hatte einen handfesten Grund, im Raum stand der Verdacht illegaler Beschäftigung. Das Verfahren habe sich gegen einen Sub-Unternehmer aus Neuss gerichtet, der für das Bauvorhaben mit Klinkerarbeiten beauftragt war, bestätigt die Kieler Staatsanwaltschaft. Bei den vor Ort angetroffenen Arbeitern habe es sich um ungarische und rumänische Staatsbürger gehandelt. Ausgelöst habe die Aktion ein ungarischer Arbeitnehmer, der sich an die Wyker Polizei gewandt und Anzeige erstattet habe. „Wegen der Beschäftigungsbedingungen, unter anderem der mangelnden Bezahlung durch den Sub-Unternehmer“, so Oberstaatsanwalt Axel Bieler.

„Eine Verkettung, von der wir zu diesem Zeitpunkt nichts wussten“, sagt Müller. Der eigentliche Auftragnehmer habe einen Sub-Unternehmer und der wiederum eine weitere Firma beauftragt. „Und das hat dann dazu geführt, dass der Zoll die Papiere des dritten Unternehmens in der Kette haben wollte, und die lagen bei dem Sub-Unternehmer.“ Auch dieses Vorkommnis hätte sich nicht auf die Arbeiten ausgewirkt: „Die Mitarbeiter, die im Einsatz waren, waren hinterher die gleichen wie vorher – nur mit den richtigen Papieren ausgestattet von dem Drittunternehmen.“

Der Eröffnungstermin ist verschoben und Wolfgang Müller sieht die Situation nach eigenen Worten relativ entspannt. Allerdings: „Anhaltender Schnee und Frost sollten sich jetzt nicht einstellen, dann wird es für uns richtig eng.“ Auch Probleme für den Hotelbetreiber Upstalsboom in der kommenden Saison sieht der Investor angesichts der Vorbuchungen nicht. Schwieriger werde es in der Nebensaison. Hier für ein gut ausgelastetes Haus zu sorgen, sei eine Aufgabe von mehreren Jahren, die mit Aktionen und Programmen gefüllt werden müssen. Dann würden die Menschen das Hotel auch in der Nebensaison annehmen.

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