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Die Hand gereicht : Wyks Politiker setzen auf Solidarität

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Finanzausschuss empfiehlt, dass die Stadt ihren Anteil an der Ausgleichszahlung 2017 an die Föhr Tourismus GmbH weiterführt.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 12:30 Uhr

„Ich hatte die Idee, dass die Stadt Wyk den ihr zustehenden Anteil an der Ausgleichszahlung an die FTG weiterführt, zunächst als recht charmant empfunden. Doch nun habe ich festgestellt, dass noch Diskussionsbedarf besteht.“ Dies hatte Lars Schmidt (CDU) bei der gemeinsamen Sitzung des Fachausschusses Föhr und des Zweckverbandes Tourismusverband Föhr festgestellt. Auch die Bürgermeister von Föhr-Land wollten ohne die Zustimmung ihrer Gemeindevertretungen keine Entscheidung über die Verwendung des Geldes fällen, das durch die inzwischen einheitliche Kurabgabe in die Kassen der Gemeinden fließt.

Auf Föhr-Land wird es durch die Anhebung der Kurabgabe in einer ganzen Reihe von Orten zusätzlich „sprudeln“, was jedoch nicht bedeutet, dass dort nun aus dem Vollen geschöpft werden kann. Zum einen sind diese Ort, wie Heinrich Feddersen von der Finanzabteilung erläuterte, gesetzlich verpflichtet, einen Mindestanteil am Kurbetrieb aus den Steuern ihrer Einwohner aufzubringen. Zum anderen muss die Mitnutzung touristischer Einrichtungen wie das Wyker Familienbad sowie die Strände auch finanziell gewürdigt werden, was bisher durch einen Vertrag zwischen den Gemeinden geregelt war. Dieser soll nun durch einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Ausgleichszahlungen für inselweite Tourismusaufwendungen ersetzt werden, was letztlich die Solidarität aller Föhrer Fremdenverkehrsorte unterstreichen würde.

Diese Solidarität wollte auch Wyk mit dem Verzicht auf die ihr in diesem Jahr zustehende Ausgleichszahlung ausdrücken, womit knapp 289  000 Euro als Dienstleistungsentgelt zur Föhrer Tourismus GmbH (FTG) fließen würden.

Nach der eher zögerlichen Reaktion auf den Vorschlag hatten sich die Wyker geeinigt, in der Sitzung des Finanzausschusses über dieses Thema zu diskutieren, auch wenn es wegen der Kürze der Zeit nicht mehr als offizieller Tagesordnungspunkt aufgenommen werden konnte. Es sollte aber zumindest ein Meinungsbild entstehen, wobei die Wyker Stadtvertretung endgültig entscheiden soll.

Bei der von Lars Schmidt geleiteten Sitzung des Finanzausschusses wurde dann die Öffentlichkeit ausgeschlossen. „Wir wollen in aller Offenheit diese Frage besprechen“, so die Begründung. Wie von Bürgermeister Paul Raffelhüschen (CDU) auf Anfrage zu erfahren war, haben die Mitglieder des Ausschusses schließlich empfohlen, für ein Jahr auf den Ausgleichsbetrag zu verzichten. Damit, so die Hoffnung des Bürgermeisters, kann die FTG ihre Aufgabe erfüllen. „Nun liegt es an den Landgemeinden“, so Raffelhüschen, „die ausgestreckte Hand der Wyker zu ergreifen“. Dass die FTG für alle da ist und finanziert werden muss, ist für ihn überhaupt keine Frage.

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