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Erfolgreiche Sportlerin : Wykerin löst Ticket nach Tampere

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Kisa Reck hat sich mit der Floorball-Nationalmannschaft für die WM-Endrunde qualifiziert. Im Dezember tritt sie mit ihrem Team in Finnland an.

Es gibt noch ambitionierte Sportlehrer in Deutschland. Einer von ihnen lehrte vor einigen Jahren auf Föhr und betreute in seiner Funktion auch das Floorball-Schulteam der Eilun-Feer-Skuul, welches seit Jahren recht ambitioniert beim Jugend-trainiert-für-Olympia Landeswettbewerb Floorball teilnimmt. Um seine Kinder bestens auf die entscheidenden Turniere vorzubereiten, führte der engagierte Lehrer 2010 die schon fünf Jahre zuvor begründete Tradition fort, mit seiner Schülerauswahl nach Schweden ins sogenannte Star Camp des Markenherstellers Unihoc zu fahren. Eine Idee, die zumindest bei einer Mitfahrerin einiges ins Rollen gebracht hat.

„Ja ich weiß noch ganz genau: Als wir vom Star Camp zurückkamen, waren wir alle wahnsinnig motiviert, zu trainieren,“ sagt Kisa Reck. Die mittlerweile 18-Jährige, die im Sommer ihr Abitur machen will, steht in der Mixed Zone der Posener UAM Marosko Arena, wo Anfang Februar das WM-Qualifikationsturnier der Damen gespielt wurde. Reck gehörte dort zum Kader der deutschen Nationalmannschaft und konnte ihre Rolle als aussichtsreiches deutsches Offensivtalent mehr als gerecht werden. Bundestrainer Simon Brechbühler: „Kisa ist eine sehr athletische, forsche und unerschrockene Spielerin. Ihre Gradlinigkeit hilft der gesamten Mannschaft und stellt selbst große Gegner vor Herausforderungen.“

Und mit großen Gegnern hatte es die Damen-Auswahl bei der Qualifikation für die WM-Endrunde, die im Dezember in Finnland stattfindet, durchaus zu tun. Allen voran das Aufeinandertreffen mit den hoch überlegenen Weltmeisterinnen aus Schweden war auch für Reck etwas ganz besonderes: „Gegen solche Gegnerinnen zu spielen, ist der Wahnsinn. Die Schnelligkeit und das Körperspiel sind echt beeindruckend.“

Bei der klaren 2:17-Niederlage waren aber selbst die Schwedinnen von der jungen Föhrerin zumindest kurzzeitig verblüfft. Unbekümmert erarbeitete sich das deutsche Team überdurchschnittlich viele Konter und immer wieder raste Reck auf das Tor der Weltmeisterinnen zu. Einzig mit dem Abschluss wollte es nicht klappen. Reck: „Das hat mich geärgert, aber andererseits habe ich auch viel gelernt. Kurz vor Schluss hätte ich, nachdem ich auf meine Mitspielerin gepasst hatte, deren Schuss aber abgewehrt wurde und kurzzeitig vor meiner Kelle lag, einfach weiter mitdenken müssen. Dann hätte es vielleicht sogar mit einem Tor geklappt.“

Immerhin: Ein Treffer gelang der Wykerin dann im letzten Turnierspiel. Gegen Polen traf sie bei der 4:8-Niederlage zum zwischenzeitlichen 2:4 sehenswert in den Winkel. Auf ein Tor gegen Schweden muss Reck nun mindestens bis zur WM-Endrunde im Dezember warten. Dafür haben sich die deutschen Damen bei der Qualifikation in Polen trotz der Niederlagen gegen Schweden und Polen in Stellung gebracht. Nach Siegen gegen Estland und die Niederlande fahren Reck und Co. als Tabellendritter der Qualifikationsgruppe Europa 1 im Dezember nach Tampere.

Der Sportlehrer von einst, Hauke Kretschmann, der mittlerweile auf dem Festland arbeitet, wird dann wohl zumindest vor dem Internet-Livestream sitzen oder vielleicht sogar zu den vielen tausenden Zuschauern zählen, die sich in Tampere die WM-Spiele der Damen anschauen werden.

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