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Tablet-Computer : Wyker wollen kaufen – das Amt soll zahlen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Sitzungsvorlagen nur noch online: Durch die Nutzung der neuen Technik soll Papier und Geld gespart werden.

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 07:15 Uhr

Berge von Papier sind nötig, um alle Wyker Politiker mit Vorlagen zu den Sitzungen von Stadtvertretung und Ausschüssen zu versorgen. Das verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern belastet auch die Umwelt. Grund für die Fraktion der Grünen, schon vor Monaten den Antrag zu stellen, dass die Stadtvertreter und sämtliche Ausschuss-Mitglieder mit Tablet-Computern ausgestattet werden, auf denen sie alle wichtigen Unterlagen aufrufen können.

Seither haben sich etliche Gremien mit diesem Ansinnen befasst. Jetzt hat die Stadtvertretung – bei drei Gegenstimmen – im Grundsatz die Anschaffung von Geräten ohne Mobilfunkvertrag für alle 33 Mandatsträger, also auch die bürgerlichen Mitglieder, beschlossen und ist damit einer Empfehlung des Finanzausschusses gefolgt.

Eine wesentliche Frage wurde aber in dieser Sitzung noch nicht geklärt: Wer trägt die Anschaffungskosten in Höhe von 18 000 Euro? Zwar wollen Wyks Stadtpolitiker die Geräte kaufen und die neue Technik künftig nutzen. Aber: „Die Einsparungen sind beim Amt, also müsste die Anschaffung nicht aus dem städtischen, sondern aus dem Amtshaushalt finanziert werden“, forderte Heinz Lorenzen (Kommunale Gemeinschaft). Doch ob der Amtsausschuss das genauso sieht, wie der Wyker Altbürgermeister, steht noch völlig in den Sternen.

Und noch etwas war Lorenzen wichtig – dass das in Frage kommende Gerät vor der Anschaffung vorgeführt wird, damit man sehen kann, ob es wirklich alle Anforderungen erfüllt.

Einstimmig hatten die Stadtvertreter davor den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet zwischen Badestraße, Waldstraße, Fasanenweg und Gmelinstraße gefasst. „Unseren Flachdach-B-Plan“, wie die Bauausschussvorsitzende Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) anmerkte. Denn schon oft seien in diesem Bereich Ausnahmen genehmigt worden, wenn Bauherren dort ein „normales Dach“ haben wollten. Unter anderem regelt die Änderung, dass künftig Dachneigungen bis zu 48 Grad zulässig sein werden.

Außerdem soll eine Regelung für erhaltenswerte Gebäude in diesen Plan – und laut Silke Ofterdinger-Daegel in Zukunft auch in weitere Wyker Bebauungspläne – aufgenommen werden. Nach der können dann bei Gebäuden, die unter die Erhaltungssatzung fallen, Abweichungen von Festsetzungen des B-Planes auf dem Ausnahmewege zugelassen werden. So soll eine Genehmigungsfähigkeit für Umbauten und Nutzungsänderungen ermöglicht werden.

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