SPD-Antrag : Wyker Stadtvertretung soll effektiver arbeiten

fahne

Alle Fraktionen teilen die Kritik der Sozialdemokraten. Die Politiker wollen künftig alles besser machen.

von
07. Mai 2015, 10:30 Uhr

„Ich musste meine Wut einfach mal los werden“, sagte SPD-Fraktionssprecher Peter Schaper nach der Stadtvertretersitzung, räumte aber ein, dass er selbst nicht wirklich daran glaubt, dass sich etwas ändern wird.

Änderungsbedarf, den sehen Schaper und seine Fraktion bei der langen Zeit, die es oftmals dauert, bis Themen diskutiert und wieder diskutiert wurden und endlich Beschlüsse auf den Weg gebracht werden. Denn nicht nur beim B-Plan 51 kommt die Stadt nur langsam voran.

Die SPD beantragte deshalb von der Stadtvertretung einen Beschluss, dass die Arbeit in den Ausschüssen durch klare Zeitplanung, eine eindeutige Zuordnung von Sachbearbeitern in der Verwaltung, eine Prioritätenliste der anstehenden Themen, ein eventuelles Einrichten von Arbeitsgruppen sowie automatisches Erscheinen von Themen auf den entsprechenden Tagesordnungen optimiert und beschleunigt werden solle. „In der Vergangenheit hat die Umsetzung vieler Themen viel zu lange gedauert“, begründete Schaper seinen Antrag. Es habe teilweise zu lange oder sogar überflüssige Sitzungen gegeben. „Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern versuchen, es schneller zu drehen“, so Schaper, „wenn wir klare Strukturen schaffen, werden unsere Entscheidungen auch für die Bürger nachvollziehbarer“.

Mit ihrem Ansinnen lief die SPD bei den anderen Fraktionen offene Türen ein. „Manches hat zu lange gedauert“, räumte auch Heinz Lorenzen (KG) ein, der, damit in Zukunft effizienter gearbeitet werden kann, allerdings auch die Verwaltung in die Pflicht nehmen wollte. „Ich halte es für sehr dringend erforderlich, dass wir für die Stadtvertretersitzungen nicht nur Themen, sondern rechtzeitig auch Beschlussvorlagen haben“, forderte der frühere Wyker Bürgermeister.

„Die Diagnose, dass wir doppelt diskutieren und nichts passiert, können wir alle unterschreiben“, meinte auch Till Müller (Grüne). Um daran etwas zu ändern, möchte er auf jeder Vorlage einen klaren Zeitplan finden, bis wann ein Beschluss umgesetzt sein muss und welche Schritte dazu erforderlich sind.

Einstimmig nahmen die Stadtvertrer dann den Antrag der Sozialdemokraten an.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen