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Im Sturm : Wyker Kutter vor Amrum gestrandet

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die „Hartje“ hatte einen Ruderschaden. Seenotretter bringen das Wyker Schiff und seine Besatzung unter erschwerten Bedingungen in Sicherheit.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2017 | 20:26 Uhr

Bis zu zweieinhalb Meter Seegang, stürmischer Wind, Dunkelheit und Regen haben den Einsatz der Seenotretter für einen gestrandeten Fischkutter in der vergangenen Nacht erschwert. In mehreren Anläufen gelang es der Besatzung des auf Amrum stationierten Seenotrettungskreuzers „Ernst Meier-Hedde“, das Wyker Schiff und seine zweiköpfige Besatzung in Sicherheit zu bringen.

Gegen 23 Uhr alarmierten die beiden Fischer die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) über den internationalen Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16. Ihr 17-Meter-Kutter „Hartje“ hatte einen Ruderschaden erlitten. Das Schiff trieb bei west- bis südwestlichen Winden bis acht Beaufort – das sind bis 74 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit – manövrierunfähig beim Jungmannsand etwa eine Seemeile (knapp zwei Kilometer) vor der Amrumer Westküste auf eine Sandbank.

Die „Ernst Meier-Hedde“ verließ unverzüglich ihren Liegeplatz im Wittdüner Seezeichenhafen und nahm Kurs auf den Havaristen. „Mit unserem Tochterboot ‚Lotte‘ haben wir den Kutter zunächst vom Sand heruntergezogen“, berichtet Seenotretter Lars-Peter Jensen.

Bei bis zu zweieinhalb Metern Seegang war es den beiden Fischern trotz laufender Maschine nicht möglich, das weit ausladende Fanggeschirr einzuholen. Eine entsprechende Herausforderung war auch die Übergabe der Schleppleine an den Seenotrettungskreuzer. Die „Enst Meier-Hedde“ schleppte die „Hartje“ anschließend Richtung Hörnum auf Sylt unter Land. Dort, bei etwas ruhigerer See, holten die Fischer ihr Fanggeschirr ein.

Gegen 1.30 Uhr erreichte der Schleppverband sicher Hörnum. Um 3.10 Uhr schließlich meldete sich die „Ernst Meier-Hedde“ bei der Seenotleitung Bemen wieder „klar P 3“ – einsatzbereit auf Station.

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