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Startschuss : Wyk steht touristisch auf eigenen Füßen

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Wyk auf Föhr Touristik GmbH hat ihre Arbeit aufgenommen. Der neue Veranstaltungsleiter Andreas Georg Miler stellt sich den Stadtvertretern vor.

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erstellt am 15.Sep.2015 | 09:00 Uhr

Die touristische Umstrukturierung auf Föhr geht voran: Nachdem der Zweckverband Tourismusverband Föhr gegründet und mit Andreas Georg Miler ein neuer Veranstaltungsleiter gefunden wurde, nahm nun auch die Wyk auf Föhr Touristik GmbH (WTG) ihre Tätigkeit auf. In die auch Miler, der noch von der Föhr Tourismus GmbH (FTG) eingestellt worden war, wechselte und sich in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung den Wyker Politikern vorstellte.

„Medienkultur“ hatte der gebürtige Danziger in Hamburg studiert, und war im Anschluss unter anderem im Ostseeheilbad Zingst im Bereich Kultur- und Veranstaltungsmangement tätig. Diverse Veranstaltungen habe er auf die Beine gestellt, so Miler, die von klassischer Musik über Jazz bis hin zu Events rund um das Schwerpunktthema Fotografie reichten. In Zingst etwa war er Organisator und Mitglied des Vorstands des Umweltfotofestivals „Horizonte Zingst“.

Fotografie: Ein Thema, das der 49-Jährige sich auch für seinen neuen Wirkungskreis vorstellen kann. „Vorerst nur eine Idee“, wie er betonte. „Ich prüfe derzeit, was Bestand haben kann und was aussortiert werden muss“, so Miler, der noch in der Findungsphase ist und sich erst einen Überblick über die bestehenden Veranstaltungen verschaffen will.

Einig ist sich Andreas Georg Miler mit seinem Chef Kurt Weil, dem Geschäftsführer der WTG, dass eine Verlängerung der Saison durch touristische Schwerpunkte in der Nebensaison erreicht werden soll. In diese Richtung werde man arbeiten und in einer ersten Stufe die Zeit von Ostern bis zu den Sommerferien ins Visier nehmen.

Dass sich alles entwickeln müsse, betonte auch Kurt Weil. Zwar sei die WTG bereits am Start, die letzten Formalitäten gelte es allerdings noch abzuarbeiten. Mit dem Eintrag ins Handelsregister etwa oder der Beantragung einer Steuernummer sei man in der Umsetzungsphase des Konzeptes, die bis Mitte Oktober abgeschlossen sein könnte.

Wie Miler ließ der WTG-Chef keinen Zweifel daran, dass alle Wyker Veranstaltungen auf den Prüfstand kommen und geschaut wird, was letztlich Bestand haben, wieder ins Leben gerufen oder eingestampft wird. Kein Geheimnis macht Weil daraus, dass er sich – nachdem das Tauziehen am Hafenbecken noch von der FTG erfolgreich wiederbelebt werden konnte – künftig auch die Veranstaltung „Kurs Föhr“ wieder vorstellen könnte. Überlegungen, die in enger Abstimmung mit der FTG angestellt werden sollen, denn Marketing und Veranstaltungen bilden eine Einheit, die zusammengehört, betonte Kurt Weil. Eine Einheit, die zwar getrennt worden sei. Dies aber werde beide Gesellschaften nicht daran hindern, an den Grundprinzipien festzuhalten und für die Marketingabteilung der FTG Arbeitsgrundlagen zu schaffen.

Die Gefahr von Kompetenzschwierigkeiten sehe er dabei nicht, beantwortete Weil eine Frage von Erland Christiansen (CDU). Die Aufgabengebiete seien klar getrennt und die Kommunikation überaus konstruktiv. Allerdings gebe es Überschneidungen, etwa bei den weiterhin in den Händen der FTG liegenden Großveranstaltungen „Föhr on Fire“ und der Kinder-Uni. Beide würden von der WTG flankiert und unterstützt.

Die Möglichkeit, dass die Veranstaltungsabteilung an den Sandwall umzieht, schloss Weil auf Nachfrage von Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) nicht aus. „Eine personelle Präsenz im Veranstaltungszentrum, die derzeit nicht gegeben ist, ist von Vorteil“, betonte er. Ein Umzug allerdings würde eine Umgestaltung der Räumlichkeiten voraussetzen.

Für den Umbau des Wellenbades sind die Planungen in vollem Gang. Dass auch die Sauna in einem desolaten Zustand sei, bemerkte Eberhard Schaefer (KG). Kurt Weil verwies auf die jahrelange Umstrukturierung und Neuorganisation des Tourismus auf der Insel. Entwicklungen die in den vergangenen zwei Jahren eine Zurückstellung vieler Dinge zur Folge gehabt hätten, für die keine Mittel zur Verfügung standen. Der WTG-Geschäftsführer zeigte sich allerdings optimistisch, dass es nun auch auf dieser Baustelle zügig weitergeht. Eine Ortsbegehung mit dem Finanzausschuss sei bereits erfolgt und Handlungsbedarf erkannt worden, „und ich hoffe, dass wir das gesamte Paket inklusive Sauna auf ein vernünftiges Niveau bringen“.

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