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Stimmgewaltige Insulaner : Würdiges Konzert der Föhrer Chöre

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Boldixumer Gospelgruppe „Unföhrgettable“ hatte als Gastgeber des Inselsingens in die St.-Nicolai-Kirche eingeladen.

Es ist eine sehr lange Tradition: Seit mehr als 45 Jahren gibt es bereits das Inselsingen auf Föhr. Ein alle zwei Jahre stattfindendes Ereignis, bei dem nicht nur einer, sondern verschiedene insulare Chöre einen Auszug aus ihrem Programm präsentieren und die Musikgruppen abwechselnd als Gastgeber fungieren. Nach 2013 – seinerzeit hatte der Männergesangverein Föhr-West eingeladen – war es wieder soweit: Vier Chöre folgten der Einladung des diesjährigen Gastgebers, der Gospel-Formation „Unföhrgettable“ unter der Leitung von Andrea Arfsten, und kamen in der Boldixumer St.-Nicolai-Kirche zusammen, um ein gemeinsames Konzert zu geben.

Den Anfang machten die „Feer Ladies“ unter der Leitung von Birke Buchhorn-Licht. Die lila gekleidete Damengruppe, vor rund zehn Jahren aus einem Landfrauenchor hervorgegangen, zählt mittlerweile mehr als 60 Aktive von ganz Föhr. Sie präsentierten Lieder auf Deutsch, Friesisch oder Englisch.

Im Anschluss begeisterte der von Monika Reincke geleitete Gemischte Chor Nieblum das Publikum, der ebenfalls einige Lieder aus seinem umfangreichen Repertoire darbot. Wie auch der Männergesangverein Föhr-West, der mit Shantys und einer Coverversion der Band „Santiano“ überzeugte. Einen beschwingten Auftritt bot schließlich mit dem Gospelchor „Unföhrgettable“ der Gastgeber selbst.

Das Finale bestritten alle vier Chöre, die zum Ausklang des Konzertes gemeinsam mit dem Publikum „Kein schöner Land“ und „Gute Abend, gute Nacht“ anstimmten. Ein würdiger Abschluss nach einem rund einstündigen Konzert, das Maritimes, Schwungvolles und Besinnliches in Englisch sowie auf Friesisch und Platt beinhaltete und somit jeden Geschmack traf. Die Besucher geizten nicht mit Beifall und gingen auch an der Spendenbox am Ausgang nicht achtlos vorbei. „Aus aktuellem Anlass“ hatte Pastor Jörg Weißbach – selbst Mitglied des gastgebenden Chores – zu Beginn verraten, dass mit dem Geld die Flüchtlingsarbeit auf der Insel unterstützt werden soll.

Andrea Arfsten betrachtete das Inselsingen als gelungene Fortsetzung der Tradition: „Der Ort war perfekt. Für ein Open-Air-Konzert wäre es zu kühl gewesen, und so hatten wir den richtigen Rahmen. Ich glaube für jeden Chor war es okay, in der Kirche zu singen.“

Und auch Jörg Weißbach wirkte überzeugt: „Jeder Chor war auf seine Weise schön.“ Große Freude herrschte über die Zuschauerzahl: Die Kirche in Boldixum war bis auf den letzten Platz besetzt, es fand aber noch jeder einen Platz. Eine ähnliche Resonanz erhofft man sich für das nächste Inselsingen. Veranstalter werden dann die „Feer Ladies“ sein.

 

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erstellt am 08.Sep.2015 | 09:00 Uhr

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