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Insel-Bote

15. Dezember 2017 | 07:51 Uhr

Wohnraum für Utersumer

vom

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Utersum | "In unseren Augen war es sinnvoll, beide Gruppierungen zusammenzuführen", erklärt Joachim Lorenzen, Spitzenkandidat der "Utersumer Wählergemeinschaft" (UWG), warum die "Freie Wählergemeinschaft Utersum (FWU) in der UWG aufgegangen ist. Ohnehin sei es nicht leicht, Kandidaten und geeignete Nachrücker zu finden. "Lieber eine gut als zwei schwach besetzte Wählergemeinschaften", sei schließlich, nach anfänglich kontroversen Diskussionen, Konsens gewesen.

Projekte und Prioritäten für die kommende Legislaturperiode zu nennen, fällt Lorenzen schwer. Denn ein großer Posten der vergangenen Jahre, der Umbau des Haus des Gastes, sei für die Gemeinde noch nicht abgeschlossen. Bevor etwas Neues begonnen werde, müsse diese "Altlast" abgehakt sein. Auch wenn die Arbeiten weitgehend fertig gestellt seien, stehe für das Bauvorhaben die finale Rechnung aus und damit das Wissen um die Auswirkungen auf den Gemeinde- und Kurbetriebshaushalt und darüber, ob der verbleibende Spielraum neue Projekte erlaube.

Ganz sicher aber werde Wohnraum für Einheimische im Fokus stehen. Das Baugebiet an der Straße "Tewelken" stelle eine Weiterführung dar und sei, als das Gebiet erstmalig bebaut wurde, bereits mit eingeplant worden. "Das erste Teilstück sollte vollständig vergeben sein", sei die Gemeinde seinerzeit bestrebt gewesen, eine Lückenbebauung zu verhindern. Die grundsätzlichen Bedingungen für die Vergabe seitens der Gemeinde sind abgeschlossen, zu prüfen sind noch baurechtliche Voraussetzungen. Vergeben werden sollen die Grundstücke vorrangig an Utersumer und, so ist es angedacht, möglichst im Rahmen der Erbpacht.

"Die Kuh muss endlich vom Eis", sieht Joachim Lorenzen auch in Sachen Föhr Tourismus GmbH finalen Handlungsbedarf. Das Hin und Her müsse ein Ende haben und damit die Nebenkriegsschauplätze, durch die die Geschäftsführung daran gehindert werde, ihren Aufgaben nachzukommen. "Langfristige Vereinbarungen müssen her, mit denen alle Parteien leben können", und es dürfe nicht einige Tage später wieder alles in Frage gestellt werden.

"Geht es dem Tourismus gut, profitieren die Einheimischen davon", sollen nach Lorenzens Vorstellungen kleine Dorffeste wiederbelebt werden. Wie kürzlich beim vierten Utersumer Frühlingsfest, sollen sich die Gastwirte des Dorfes vorstellen können. "Wir müssen auch denen eine Chance bieten, sich zu präsentieren." Kleine Veranstaltungen, die über die Jahre in den Hintergrund getreten seien, "die ich aber für sehr sinnvoll halte".

Als sinnvoll erachtet Joachim Lorenzen auch das letzte große Projekt des scheidenden Bürgermeisters Jürgen Schmidt, der nicht mehr kandidiert. Der hatte die Umstellung der Erhebung der Fremdenverkehrsabgabe auf den umsatzbezogenen Maßstab auf den Weg gebracht und zur Entscheidung geführt. "Ein langwieriges Verfahren, das vorbereitend für den Haushalt zwingend notwendig war."

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