Wögens kehrt heute nach Föhr zurück

Carl Wögens Foto: pk
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Schulleiter rehabilitiert - Probezeit doch bestanden

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14. Januar 2013, 07:44 Uhr

Wyk | Zum 1. Dezember 2011 hatte Carl Wögens mit Ablauf der Probezeit seine Tätigkeit als Leiter der Eilun-Feer-Skuul beendet, heute kehrt er voll rehabilitiert an seinen Arbeitsplatz zurück. Das bestätigte das Kieler Bildungsministerium gestern Nachmittag.

"Nach eingehender Betrachtung des Sachverhaltes ist die Nichtbestätigung der Probezeit aufgehoben", gab Ministeriumssprecherin Patricia Zimnick bekannt. Es habe im Ministerium noch einmal eine Prüfung der Ablehnungsgründe gegeben, so Zimnick, und dabei sei man zu dem Schluss gekommen, dass der Schulleiter die Voraussetzungen für ein Bestehen der Probezeit doch erfüllt habe.

Gestern habe es in der Schule Gespräche mit Schulleitungsteam, Personalrat, Elternvertretern und dem Schulträger - dem Amt Föhr-Amrum - gegeben, die Stimmung an der Schule sei inzwischen ganz positiv. Heute, so die Ministeriumssprecherin, werde Carl Wögens seine Arbeit auf Föhr wieder aufnehmen. Unbefristet und ohne neuerliche Probezeit, denn diese gelte jetzt als bestanden.

Der gebürtige Föhrer Carl Wögens, der zuvor an einer Hamburger Schule unterrichtet hatte, war im Dezember 2009 zum Leiter des damals noch selbstständigen Föhrer Gymnasiums berufen worden und hatte nach der Zusammenlegung von Gymnasium und Regionalschule die Leitung beider Schulen inne. In die Schusslinie geraten war er, als Anfang 2011 um die Frage, ob das Wyker Gymnasium weiter in acht Jahren zum Abitur führen (G8) oder zum neunjährigen Bildungsgang zurückkehren soll (G9) die Wogen an der Eilun-Feer-Skuul hochschlugen und sich G 8- und G 9-Lager schier unversöhnlich gegenüber standen. Wögens hatte sich damals für G 8 stark gemacht, mehrere Mitglieder des Schulleitungsteams hatten sich daraufhin öffentlich gegen ihren Chef gestellt. Das Bildungsministerium hatte dann im Frühjahr 2011 die Rückkehr zu G 9 verfügt.

"Wir haben heute alle Bescheid bekommen, dass Herr Wögens zurückkehrt", berichtete Amtsvorsteherin Heidi Braun gestern, "und dass das Ministerium keine Ränkespielchen mehr dulden wird".

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