Föhr und Amrum : Wo Robben-Mütter ihre Kinder hüten

Seehunde sind beliebte Fotomotive.
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Seehunde sind beliebte Fotomotive.

Regelmäßig starten Fahrten zu den Seehundsbänken. Dann werden auch Fische und Muscheln gezeigt.

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01. August 2018, 15:30 Uhr

Mit etwas Glück sieht man sie bei Ebbe schon auf der Überfahrt von Dagebüll zu den Inseln: Seehunde, die sich gemütlich auf den Sandbänken in der Sonne räkeln, Robbenmütter, die ihre Kinder säugen, und manchmal sogar besonders neugierige Halbstarke, die
neben der Fähre herschwimmen und die Passagiere mit ihren großen Knopfaugen anschauen. Seehunde gehören ohne Zweifel zu den Sympathieträgern des Wattenmeeres, deren Anblick nicht nur Kinder in Entzückung versetzt.

Ganz nah kommt man diesen niedlichen Raubtieren bei Fahrten zu den Seehundsbänken, die die Ausflugsreedereien regelmäßig von Föhr und Amrum aus anbieten. Ab Wittdün startet die „Eilun“ in den Sommermonaten mehrmals in der Woche Richtung Jungnamensand vor Amrums Westküste oder zu den Sandbänken zwischen Amrum und Föhr. „Die Tiere werden vom Schiff aus beobachtet, ohne sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören“, betont Kapitän Bandix Tadsen auf seiner Homepage. Auf diesen Fahrten werden nicht nur die Meeressäuger besucht, außerdem wird ein Netz ausgesetzt um Seetiere an Bord zuholen. Muscheln, Krebse, Schnecken, kleine Fische und mit etwas Glück sogar ein Seestern werden in einen Bottich an Bord gesetzt und können darin genau beobachtet werden. Auf dem Rückweg nach Wittdün werden sie wieder zurück in die Nordsee gelassen.

Fast täglich hat die „Hauke Haien“ in der Hauptsaison die Seehundsbänke im Programm. Bei Ausflügen von Wyk zu den Halligen geht es an den Meeressäugern vorbei, außerdem gibt es spezielle Touren zu den Ruheplätzen der Robben, bei denen dann auch Hauke-Haien-Kapitän Bernd
Diedrichsen in der Nähe der Wyker Küste ein Schleppnetz auswirft und die Bewohner der Unterwasserwelt dann ausführlich erklärt, bevor er sie wieder frei lässt.

Dritter und neu im Bunde ist die Sylter Adler-Reederei. Seit einigen Wochen bietet auch die „Adler IV“ Fahrten zu den Lebensräumen der Seehunde an. Bis zum 27. September finden sie jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag statt – tideunabhängig, das heißt, dass manchmal die Sandbänke auch überspült sind und die Robben nur im Wasser schwimmend beobachtet werden können.

Aus dem Wasser werden auch bei diesen Touren Seetiere gefischt. Auf der „Adler IV“ erklärt die allerdings nicht der Kapitän, sondern ein Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer. „Als Nationalpark-Partner arbeiten wir seit Jahren eng mit der Schutzstation Wattenmeer zusammen“, freut sich Adler-Sprecherin Juliane Nissen-Hünding, dass diese Touren jetzt auch von Föhr aus starten. Durch die Föhrer Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer gebe es viele spannende Erläuterungen zu den Tieren und ihrem Umfeld.

Zum Seetierfang geht es außerdem jeden Mittwoch von Wyk aus bei Fahrten mit dem Krabbenkutter Alk, die die Schutzstation Wattenmeer veranstaltet und begleitet.


Informationen zu Fahrplänen und Preisen gibt es in den Veranstaltungskalendern der Inseln Föhr und Amrum und im Internet unter www.wattenmeerfahrten.de (Hauke Haien), www.eilun.de (Eilun), www.adler-schiffe.de (AdlerIV).

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