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Ausgezeichnet : „Wir sind eine tolle Kombination“

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Fahrgastbeirat Schleswig-Holstein verleiht ÖPNV-Preis 2017 an Wyker Dampfschiffs-Reederei und Norddeutsche Eisenbahngesellschaft.

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erstellt am 18.Okt.2017 | 12:30 Uhr

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) und die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft (NEG) bilden eine vorbildliche Kombination. Das bescheinigte der Fahrgastbeirat Schleswig-Holstein den Unternehmen, die von dem ehrenamtlichen Gremium jetzt für ihr Engagement für die touristische Anbindung der Nordfriesischen Inseln mit dem ÖPNV-Preis 2017 ausgezeichnet wurden. In Wyk konnte gestern WDR-Geschäftsführer Axel Meynköhn den Preis von Stefan Barkleit, Vorsitzender des Beirates, und dem Mitgründer Karl-Peter Naumann entgegennehmen. Auch Ingo Dewald, Geschäftsführer der NEG, war angereist. Allerdings symbolisch, denn Dewald hatte die Auszeichnung bereits auf dem Festland überreicht bekommen.

Dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher Verkehrssysteme sehr gut funktioniere, betonte Barkleit in seiner Laudatio. In einem touristisch geprägten Bundesland wie Schleswig-Holstein und im Hinblick auf die Insellagen seien attraktive, direkte und möglichst umsteigefreie Verbindungen nach Amrum und Föhr unverzichtbar, um den Tages-Touristen und den Urlaubern eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem eigenen Automobil anzubieten. Mit der Zusammenarbeit von WDR und NEG gelinge es, dem Gast eine möglichst umsteigefreie Anfahrt auf die Inseln anzubieten. „Das finden wir ganz hervorragend und hat uns die Wahl der Preisträger leicht gemacht.“

Lobenswert sei auch, dass beide Unternehmen nicht auf dem Status Quo verharren, sondern weiter in die Zukunft investieren, etwa durch die Verbesserung des digitalen Angebots der Reederei oder die Anschaffung einer dritten Doppelend-Fähre. Und auch bei der NEG schaue man nach vorn: Hier sollen die Triebwagen barrierefrei und die nicht sehr vor Wind und Wetter schützende Bahnstation erneuert werden. Barkleits Fazit: „Beide sind für künftige Anforderungen gut gerüstet“.

Eine Kerbe, in die Karl-Peter Naumann gern schlug. Dieser hatte nicht nur Geschenke im Gepäck, sondern verwies auf frühere, weniger komfortable Zeiten und lobte die Entwicklung beider Unternehmen, die die gesamte Reisekette im Blick hätten. Das reiche etwa bei der WDR von Kleinigkeiten wie der nicht selbstverständlichen Spielecke für Kinder auf den Fähren bis zum regional ausgerichteten Angebot der Schiffsgastronomie.

„Das ist eine Leistung, die wir als Unternehmen nur gemeinsam erbringen können“, sagte Axel Meynköhn in seiner Dankesrede. Konsequent habe die Reederei die Erweiterung betrieben: „Inklusive der neuen Fähre wurden im vergangenen Jahrzehnt rund 70 Millionen Euro in die Flotte und den Öffentlichen Nahverkehr auf den Inseln investiert“. Parallel habe man die Digitalisierung vorangetrieben; rund 70 Prozent betrage aktuell der Anteil der Online-Buchungen. Eine Entwicklung, die vieles leichter mache. „Wer in den Hafen kommt, ist praktisch schon abgefertigt und muss sich nicht noch in Schlangen anstellen. Wir sind eine tolle Kombination“, so Meynköhn, der die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der NEG hervorhob, da ein großer Teil der Gäste über die Schiene auf die Insel komme.

Das sah auch Ingo Dewald so, der betonte, dass die Zusammenarbeit auch hinter den Kulissen sehr gut funktioniere. Dewald hatte sich 2010 schon einmal über den Preis des Fahrgastbeirates freuen können. „Ich glaube, wir sind das einzige Unternehmen im Land, das zweimal begünstigt wurde.“

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