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Gemeinsamkeit zum Ziel : „Wir schlagen uns redlich“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Digitale Bildung auf den Inseln noch im Dornröschenschlaf. Föhrer und Amrumer Schulen streben Kooperation an.

von
erstellt am 10.Nov.2017 | 12:30 Uhr

In Sachen digitaler Bildung haben die Insel-Schulen Nachholbedarf. Keine neue Erkenntnis, die dennoch in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses des Amtes Föhr-Amrum noch einmal einmütig verkündet wurde. Dass dieser Nachholbedarf nur gemeinsam gestemmt werden könne, betonten alle Beteiligten.

An der Öömrang Skuul ist man den Föhrern hier ein Stück voraus. „Wir haben ein sinnvolles System aufgebaut“, berichtete Schulleiter Jörn Tadsen. Allerdings sei die Installation das eine, die Wartung jedoch eine weitere Baustelle, die oft unterschätzt werde. Auch auf Föhr wird an dem Dauerthema gewerkelt. „Wir schlagen uns redlich“, betonte Carl Wögens, Leiter der Eilun-Feer-Skuul, wo eine Extra-Stunde für den Bereich Informationstechnik eingerichtet worden sei. Und für die Rüm-Hart-Grundschule berichtete deren Chef Christoph Steier von einer Fortbildung für das Kollegium zum Thema „Digitale Medien im Schulkontext“. Man sehe den Bedarf, so Steier, aber man sehe auch die nötigen Investitionen. Weshalb ein Konzept erarbeitet werden müsse, das eine sinnvolle Nutzung im Unterricht ermöglicht. Zu klären sei etwa, ab welcher Klassenstufe digitale Medien als Arbeitsmaterial genutzt oder ab wann sie als Unterrichtsinhalte eingesetzt werden sollten.

Lobenswerte Aktivitäten im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, die nicht des Rätsels Lösung seien, befand der Wyker Stadtvertreter Thomas Löwenbrück, und regte eine übergreifende Kooperation an. Alle Schulen sollten ein umfassendes Konzept erarbeiten, das Fragen zu Zielsetzungen und Unterrichtsinhalten ebenso beinhalte wie Fragen zu Vernetzung und Administration. Und zu Soft- und Hardware, so Löwenbrück, der auf die Vereinfachung der Wartung durch eine einheitliche Lösung hinwies. Abstimmungen sowie ein roter Faden von den Grundschulen bis zur Oberschule seien unverzichtbar, niemand könne dieses komplexe Thema für sich allein lösen. Ein gemeinsames Vorgehen auf Amtsebene wäre nicht nur effektiver, sondern auch kostengünstiger. „Voraussetzung ist, dass nicht jede Schule das Rad für sich erfindet.“

„Computerfreaks, die sich um Hard- und Software kümmern, sind ein Auslaufmodell“, für die heutigen Anforderungen reichten Hobby oder Leidenschaft längst nicht mehr aus, stimmte Amtsdirektorin Renate Gehrmann zu. Auch sie regte eine Zusammenarbeit an, um im Problemfall schnelle Abhilfe zu garantieren. Politisch sei abzuklären, ob übergreifend ein Administrator verantwortlich sein soll. „Die Frage ist, was können wir selbst leisten und wofür kaufen wir uns die Leute ein.“

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