zur Navigation springen

Weihnachtsmärchen : Wilma Wolle in Bedrängnis

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

„Wird die Premiere des Adventsmärchens heute überhaupt stattfinden können?“ Diese bange Frage stellten sich angesichts des Orkan-Tobens nicht nur die kleinen Fans des Föhrer Theaters „Zwischen Ebbe und Flut“, sondern auch die Schauspieler selbst.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 08:00 Uhr

„Wird die Premiere des Adventsmärchens heute überhaupt stattfinden können?“ Diese bange Frage stellten sich angesichts des Orkan-Tobens nicht nur die kleinen Fans des Föhrer Theaters „Zwischen Ebbe und Flut“, sondern auch die Schauspieler selbst. Doch wer einem miesen Hausbesitzer Gräßlich (Bernd Stüwe) und dessen noch mieserem Sekretär Schleimi (Maria Ketelsen) die Stirn bietet, lässt sich auch von einem „Xaver“ nicht einschüchtern. Und so öffnete sich pünktlich im Nieblumer Haus des Gastes der Vorhang für „Wilma Wolles Weihnachtsladen“ vor fast vollem Haus. Darüber freute sich das ganze Ensemble, hatte es doch Sorge gehabt, das Publikum werde den Umzug von Wyk nach Nieblum nicht mitmachen.

„Ich werde euch Kindern das Weihnachtsfest vermiesen“, kündigt Schleimi zu Beginn der Aufführung an, und gibt sich zusammen mit Herrn Gräßlich auch viel Mühe, dieses Ziel zu erreichen. Denn Herr Gräßlich, der neue Besitzer, will Wilma Wolle (Bärbel Hägermann) mit aller Gewalt aus ihrem Geschäft vertreiben.

Obwohl das Logo „WWW“ über dem Laden steht, gibt es hier doch keine Computer zu kaufen, wie die Geschwister Berni (Louisa Ganzel) und Silke (Emilia Ganzel) bei einem Besuch feststellen müssen. Vielmehr gibt es einen Nussknacker (Rolf Ganzel), der die Nüsse gleich selbst verzehrt, eine Primaballerina (Hanna Jochim), einen Brummbär (Horst Hückstedt) und den Trommler Ringo Bum-Bum (Vincent Ellmers), die noch ganz altmodisch mit einem Schlüssel aufgezogen werden müssen, was akustisch von Birke Buchhorn-Licht am Klavier unterstrichen wird. Die zwei Mädchen verlieben sich in die vier Bewohner von Wilma Wolles Laden und wünschen sich diese zu Weihnachten von ihrem Vater (Wolfgang Puce), der aber arbeitslos ist und so nicht über viel Geld verfügen kann.

Herr Gräßlich und Schleimi drohen, Wilma Wolle aus ihrem Laden und das gesamte Inventar auf den Müll zu werfen, wenn nicht die rückständige Miete am nächsten Tag bezahlt wird. Um nichts dem Zufall zu überlassen, schleichen sich Herr Gräßlich und Schleimi während der Nacht in den Weihnachtsladen, wo sie, nachdem sie die Zaubermaus (Wolfgang Puce) stimmgewaltig vertrieben haben, die vier Puppen so manipulieren, dass sie nicht mehr richtig funktionieren: dem Nussknacker ziehen sie den Knackzahn, der Primadonna streuen sie Sand ins Getriebe, der Bär pupst, statt zu brummen, und der Trommler kann nicht mehr trommeln.

So ist es kein Wunder, dass der Vater das defekte Spielzeug nicht kaufen will, woraufhin sich Herr Gräßlich und Schleimi die Hände reiben. Doch sie freuen sich zu früh: Der Weihnachtsdisco-Engel (Silke Ganzel) tritt auf den Plan. Mehr wird an dieser Stelle aus Gründen des Spannungs-Erhaltes natürlich nicht verraten. Denn die Rettung von Wilma Wolles Weihnachtsladen kann noch zwei Mal im Haus des Gastes erlebt werden: am heutigen Dienstag und am Donnerstag, 10. Dezember, jeweils ab 18.30 Uhr. Karten für das Adventsmärchen gibt es bei „BuBu“ am Wyker Sandwall und an der Abendkasse.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen