zur Navigation springen

Flüchtlinge auf Föhr : Wichtige Hilfe bei der Integration

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Wyker Stadtbücherei wurde als eine von 63 Einrichtungen im Land mit den Medienboxen „Willkommen in Schleswig-Holstein“ ausgestattet.

„Als ich von dieser Aktion hörte, habe ich sofort zugeschlagen.“ Der spontanen Reaktion von Sybille Wahala ist es mit zu verdanken, dass die Wyker Stadtbücherei zu den 63 Einrichtungen im nördlichsten Bundesland gehört, die jetzt mit der Medienboxen „Willkommen in Schleswig-Holstein“ ausgestattet wurden.

Diese Boxen wurden gemeinsam von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein und dem Flüchtlingsrat des Landes als Angebot für Flüchtlinge entwickelt, damit diese sich in der neuen Umgebung besser orientieren können. Die Schirmherrschaft für dieses Projekt hat Innenminister Stefan Studt übernommen und die schleswig-holsteinischen Sparkassen sichern die Finanzierung. In der Wyker Bücherei übergaben Heiko Runge, Regionaldirektor des Föhrer Geldinstituts, und Jutta von Holdt die Boxen, die eine Auswahl an Büchern und Spielen speziell für Flüchtlinge enthalten.

Für die lokale Föhrer Flüchtlingsinitiative waren Siegfried Rettig, Karin Faltings und Michael Lorenzen sowie Anna Buri und Mutawa Alssadi erschienen. Sie alle „stürzten“ sich auf diese Sammlung, die sich sowohl an Erwachsene als auch an Kinder richtet. Es sind rund 50 Spiele und Bücher, eine Mischung aus Bilder-Büchern, Informationen über Schleswig-Holstein und Materialien zum Erlernen der deutschen Sprache – für Menschen, die die arabische oder persische Sprache sprechen.

Die Stadtbücherei wird die Inhalte dieser Boxen den Helfern der Flüchtlingsinitiative zur Verfügung stellen. „Wir freuen uns, die Initiative mit unserem Know-How unterstützen zu können“, erklärte Sybille Wahala, die außerdem erklärte, dass die Bücherei von allen Flüchtlingen kostenlos genutzt werden darf.

„Auf Föhr gibt es ein tolles Netzwerk der Flüchtlings-Unterstützer“, konstatierte Heiko Runge. Bedauert wurde aber bei dieser Gelegenheit, dass auf der Insel kein Integrationskurs für die Neu-Insulaner angeboten wird, sondern diese für den Unterricht auf das Festland fahren müssen. „Ich kann mir das auch nicht erklären“, sagte dazu Rettig. Die Volkshochschule der Insel habe ursprünglich solch einen Kurs anbieten wollen, sich dann aber wieder zurückgezogen. Der Wunsch der Helferrunde für das neue Jahr ist deshalb, dass sich eine andere Vereinigung für die Trägerschaft dieses Kurses finden lasse.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Dez.2015 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen