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Föhrer Tracht : Wertvolle Tipps von Frau zu Frau

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bei der Tausch- und Kaufbörse des Fering Ferian stand im Utersumer Gemeindehaus die traditionelle insulare Kleidung im Mittelpunkt.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 13:45 Uhr

Traditionell trägt eine Friesin zum ersten Mal die Tracht zu ihrer Konfirmation, allerdings hat sie dann in den wenigsten Fällen ihre eigene an, sondern die von Mutter, Oma oder Patentante. Und damit Töchterchen nicht einfach in dem teuren Tuch versackt, müssen Trägerkleid (friesisch: pei), Ärmel (sliawen) und Schürze (skortluk) zumeist geändert werden. Und wenn Friesin und Tracht immer noch nicht zueinander passen wollen, hilft nur eine andere Tracht. Dass es diese nicht von der Stange zu kaufen gibt, weiß natürlich auch der Fering Ferian, der in regelmäßigen Abständen eine Tausch- und Kaufbörse organisiert.

Regen Zulauf fand diese Veranstaltung auch diesjährig im Utersumer Gemeindehaus, zumal von Frau zu Frau auch wertvolle Tipps weitergegeben werden. So wurden von Hand bestickte Kopf- und Halstücher ebenso begutachtet wie der wertvolle Silberschmuck. Neue Besitzerinnen waren nicht nur Konfirmandinnen, auch Erwachsene konnten fündig werden, insbesondere Trachtentänzerinnen, an deren Woll- oder Seidentüchern der Zahn der Zeit genagt hatte. Und gleich vor Ort wurde probiert, Maß genommen und der Rat erfahrener Fachfrauen eingeholt.

Zu diesen gehört ganz sicher Ella Christiansen, die sich nicht nur als Vorstandsmitglied des Fering Ferian um diese Tauschbörsen kümmert, sondern auch für das Anziehen der Tracht, einer Wissenschaft für sich, eine absolute Fachfrau ist. Dabei hilft sie nicht nur anderen beim Ankleiden, auch sie selbst ist häufig „apbuit“ (in Tracht angezogen) zu sehen, wie jüngst beim Biike-Empfang in Tönning. „Wir müssen Präsenz zeigen“ ist sie fest überzeugt

Von ihrer Leidenschaft profitieren nicht nur die Trachtentänzerinnen, sondern ganz sicher auch ihre Enkelin, die zur Konfirmation von Oma eine komplette Tracht bekommen soll.

Wer etwas feilgeboten hatte, buk als Standgebühr einen Kuchen, so dass bei aller Individualität einer maßgeschneiderten Tracht die Geselligkeit bei Kaffee und Kuchen nicht zu kurz kam.

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