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Nach der Wahl : Wer wird Wyker Bürgermeister?

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Heinz Lorenzen und Paul Raffelhüschen wollen sich bewerben - SPD ist das Zünglein an der Waage.

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erstellt am 28.Mai.2013 | 08:12 Uhr

Föhr/Amrum | Nach der Wahl ist vor der Wahl. Vor der Bürgermeisterwahl, und die könnte in Wyk spannend werden, hat doch nach Amtsinhaber Heinz Lorenzen (Kommunale Gemeinschaft) gestern auch Paul Raffelhüschen von der CDU seinen Anspruch angemeldet. Schließlich wurden die Christdemokraten mit 31 Prozent der Stimmen (KG 27,4) stärkste Kraft im Wyker Gemeindeparlament, wo beide Gruppierungen künftig fünf Stadtvertreter stellen. Nachdem die Grünen (drei Stadtvertreter) gestern bereits Unterstützung für Heinz Lorenzen signalisiert haben, könnte die SPD, die die Anzahl ihrer Mandate auf vier verdoppelt hat und sich gestern noch nicht festlegen wollte, das Zünglein an der Waage sein.

"Ja, ich kandidiere", bekräftigte Heinz Lorenzen gestern noch einmal seine Absicht, Bürgermeister zu bleiben. Und betonte im gleichen Atemzug, dass es ihm am Tag nach der Wahl trotz der Einbußen, die die KG hinnehmen musste, gut gehe. Denn: "Das ist in meinen Augen ein sehr gutes Ergebnis", betonte er, dass die KG in 40 Jahren nicht so gut abgeschnitten habe wie 2008 und 2013.

"Wir sind froh, dass das nicht noch schlimmer gekommen ist", erinnerte auch Spitzenkandidatin Dr. Silke-Ofterdinger-Daegel daran, dass die KG in früheren Stadtvertretungen immer mit zwei oder höchstens drei Mitgliedern vertreten war und deshalb schon etwas darauf eingestellt gewesen sei, dass sie Federn lassen musste. Zum Feiern sei der KG am Wahlabend allerdings nicht zu Mute gewesen, der CDU aber anscheinend auch nicht. "Wir sind abends durch die ganze Stadt gezogen um denen zu gratulieren, aber die waren alle schon zu Hause."

Ein Bier habe er auf dieses Wahlergebnis schon getrunken, bekannte Paul Raffelhüschen, der am Sonntag gleich doppelten Grund zum Feiern hatte: Die CDU wurde nicht nur wieder stärkste Kraft in Wyk, Raffelhüschen schaffte auch den Sprung in den Kreistag. "Das war ein Zurechtrücken der Verhältnisse in der Stadt", kommentiert er den Wahlausgang in Wyk und bestätigt seinen Anspruch auf das Amt des Bürgermeisters. "Ja ich werfe meinen Hut in den Ring, das ist, was gewollt ist."

"Ich bin superfroh, dass wir einen Direktkandidaten durchbekommen haben", freut sich Annemarie Lübcke über den Erfolg von Till Müller, der als erster Wyker Grüner überhaupt unmittelbar gewählt wurde. "Wir haben in unserem Wahlprogramm ein paar Punkte formuliert, die uns wichtig sind", so Lübcke zur Bürgermeisterfrage. "Wenn die KG uns darin unterstützt, werden wir Heinz Lorenzen unterstützen. Allerdings: "Wenn CDU und SPD zusammen gehen, dann gibt es einen Bürgermeister von der CDU", ist Lübcke überzeugt.

Doch wird es in Wyk tatsächlich eine große Koalition geben? Für den SPD-Spitzenkandidaten Peter Schaper ist das noch völlig offen. "Das muss die Fraktion entscheiden", so Schaper, der sich jetzt erst Mal über das gute Abschneiden seiner Partei freut. "Heute bin ich ein ganz glücklicher Mensch", bekennt Schaper, dem neben den Zugewinnen seiner Partei auch die relativ gleichmäßige Sitzverteilung in der Stadtvertreung gefällt. "Das ist gut für die Demokratie."

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