Föhr : Wenn die Sektflasche knallt

Seit Anfang Mai ist die „Norderaue“ regelmäßig in der Norderaue unterwegs.
Seit Anfang Mai ist die „Norderaue“ regelmäßig in der Norderaue unterwegs.

Die neue WDR-Fähre wird am Freitag getauft. Eine öffentliche Feier findet an der Westkaje des Wyker Binnenhafens statt.

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06. Juni 2018, 12:00 Uhr

Aller guten Dinge sind drei. Das gilt offenbar auch für die Taufe der neuen Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR). Nachdem die ursprünglich angepeilten Termine zum Jahreswechsel 2017/18 und dann Ostern 2018 nicht eingehalten werden konnten, weil der Neubau nicht fertig wurde, soll es nun im dritten Anlauf klappen. Am kommenden Freitag, 8. Juni, wird die neue Doppelendfähre, die bereits seit Anfang Mai ihren Dienst im Fährverkehr zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum versieht, offiziell auf den Namen „Norderaue“ getauft. Wie schon bei „Uthlande“ und „Schleswig-Holstein“ findet die Tauffeier im Binnenhafen statt – dieses Mal allerdings nicht an der Ostkaje, sondern auf der Westseite des Hafenbeckens. Dort wird die „Norderaue“ vor dem „Heimathafen“ liegen. „Wegen der vielen Schwimmstege dort ist an der Ostkaje kein Platz mehr“, begründet WDR-Geschäftsführer Axel Meynköhn den Wechsel ans dem Reedereigebäude gegenüberliegende Ufer.

Die Schiffstaufe beginnt um 11 Uhr, und sie wird wieder öffentlich sein. Einheimische und Gäste haben die Gelegenheit, die Zeremonie aus nächster Nähe mitzuerleben. „Meist finden Taufen auf Werftgeländen mit Zugang nur für wenige geladene Gäste statt“, weiß Meynköhn. „Wir machen es ganz bewusst anders. Jede und jeder Interessierte ist herzlich willkommen, die Taufe von Land aus mitzuerleben. Rund um den Wyker Innenhafen gibt es unzählige Plätze, von denen aus alles gut zu hören und zu sehen sein wird.“ Kleinere Bereiche direkt am Schiff seien allerdings für geladene Gäste reserviert.

Einer alten Seefahrtstradition folgend hüllt sich Axel Meynköhn über den Namen der Taufpatin bislang noch in Schweigen. „Wer sie ist, wird erst am Tauftag verraten“, betont der WDR-Geschäftsführer augenzwinkernd, „einige ältere Seeleute beteuern, diese Tradition werde das Schiff vor Unglück bewahren. Schließlich wollen wir ja, dass die ‚Norderaue‘ viele Jahre erfolgreich und unfallfrei die Inseln versorgt“.

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