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Schleswig-Holsten Musik Festival 2017 : Wenn das Ofenrohr zur Tuba wird

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das österreichische Bläserensemble Sonus Brass begeisterte mit dem Projekt „Die Blecharbeiter“ beim Kinderkonzert nicht nur die Jüngsten.

Nicht nur ihre Arbeitslosigkeit eint sie, sondern auch ihre besondere Affinität zu vermeintlichem Blechschrott: Sie finden zwei „Blumenvasen“, ein „Blechknäuel“, eine „Krücke“ und ein „Ofenrohr“, klopfen etwas frustriert wegen ihrer beruflichen Perspektive darauf herum und bringen auf wundersame Weise die Luft zum Schwingen und das Publikum zum Klatschen.

Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals gastierte das österreichische Bläserensemble Sonus Brass im Wyker Kurgartensaal und präsentierte sein Projekt „Die Blecharbeiter“. Vor allem Kinder und Familien sollten angesprochen werden, doch auch Eltern ohne Begleitung ihrer Kleinen gönnten sich einen musikalischen Nachmittag. Neben den mit internationalen Preisen ausgezeichneten Musikern waren es aber die jüngsten Zuhörer, die, musikalisch offensichtlich nicht ganz unbeleckt, aktiv in das Geschehen auf der Bühne eingriffen. Wie kann man aber auch zu doof sein, um eine Trompete richtig zusammenzubauen? Da muss man durch helfende Zurufe doch für Klarheit sorgen. Und so entpuppten sich mit Hilfe des Nachwuchses Blumenvasen als Trompeten (Stefan Dünser und Attila Krako), wurden die Krücke zur Posaune (Wolfgang Bilgeri), das Blechknäuel zum Horn (Andreas Schuchter) und das Ofenrohr zur Tuba (Harald Schele).

Die Töne, die den Blasinstrumenten entlockt wurden, begeisterten Jung und Alt, die witzige Performance, mit Situationskomik gewürzt, tat ihr Übriges, um dem Publikum kleine Lacher zu entlocken. Jedes Instrument durfte sich mit einem Solo vorstellen, wobei natürlich die tiefe Tuba die meisten „Boahs“ gewann. Sonus Brass zeigte bereits in einer Stunde seine Flexibilität und gab Einblicke in das umfangreiche Repertoire, war dabei aber stets auf ein junges Publikum abgestimmt. Den abschließenden Mitmach-Rap unter dem Motto „Zusammen – viel besser“ konnten alle mit Klatschen und Füße-Stampfen nur unterstreichen.

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erstellt am 24.Jul.2017 | 18:30 Uhr

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