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Gäste-rückgang : Weniger Urlauber auf beiden Inseln

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Trotz des traumhaften Sommers war das schlechte erste Halbjahr nicht aufzuholen: Die Tourismus-Unternehmen beider Inseln vermelden für das Vorjahr rückläufige Zahlen.

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erstellt am 02.Apr.2014 | 08:00 Uhr

„Die Monate Juli und August haben uns richtig rausgerissen“, spricht Armin Korok, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH, von einer gelungenen Aufholjagd im Vergleich zum Halbjahresergebnis des Vorjahres. 5,7 Prozent hatte das Minus Ende April bei den Ankünften und 7,6 Prozent bei den Übernachtungen betragen. Dennoch: Die Meldescheinstatistik weist aktuell einen Rückgang der Gästezahlen um 4,6 Prozent aus, die Übernachtungen sanken um 4,2 Prozent. „Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass Föhr im Jahr 2013 Rückgänge zu verzeichnen hatte“, so der Tourismus-Chef.

Wobei das Ergebnis in diesem Jahr kompliziert sei, weist Korok auf die Entwicklung der Zahlen des Statistischen Landesamtes hin, das Betriebe ab zehn Betten erfasst. Die stellen sich weniger dramatisch dar, die Gästeankünfte sanken im Jahr 2013 um 1,8 Prozent, die Übernachtungen um 2,8 Prozent. „Über die Ursachen dieser erheblichen Unterschiede kann man nur spekulieren.“

Eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet die FTG dagegen im Internetbereich. So konnte die Zahl der Besucher auf www.foehr.de nochmals um 3,5 Prozent auf rund 1,5 Millionen gesteigert werden. 24 000 hatten die Seite allein beim Orkan „Xaver“ besucht – das Zwölffache der sonst zu dieser Jahreszeit registrierten Nutzer hatte den Server zeitweise lahmgelegt. Wie bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei, die seinerzeit mit dem gleichen Problem konfrontiert wurde, waren die Webcams das Objekt der Begierde. Die Zugriffe, also die Anzahl der aufgerufenen Seiten, bescherten 2013 dagegen einen Rückgang. Grund hierfür, so Korok, sei die Umstrukturierung des Online-Auftritts und die damit verbundene erleichterte Navigation für den Besucher.

„Nach einem sehr durchwachsenen ersten Halbjahr 2013 waren die Prognosen für den weiteren Verlauf zunächst nicht rosig, die weitere Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte verlief dann doch erfreulicher als erwartet“, fällt auch die Bilanz von Frank Timpe, Geschäftsführer der Amrum-Touristik, verhalten positiv aus. Gleichwohl beträgt der Rückgang der Gästezahlen 1,1 Prozent und die Zahl der Übernachtungen sank um 2,6 Prozent. Auch hier wird ein Unterschied zu den Zahlen des Statistischen Landesamtes deutlich: Die übermittelten Ergebnisse weisen bei den Übernachtungen eine „Rote Null“ aus. Wie auf Föhr dürften nicht ausgestellte Kurkarten oder nicht abgegebene Meldescheine die Ursache für die Abweichungen sein.

In Norddorf liegen die Rückgänge über dem Durchschnitt, hier beträgt das Minus bei den Gästezahlen rund 1,8 Prozent und bei den Übernachtungen gut drei Prozent. „Also schaut noch einmal genau nach, ob nicht noch ausgefüllte Gastkarten irgendwo zu Hause liegen“, rief Bürgermeister Peter Koßmann deshalb auf. Er verdeutlichte, dass die Kurabgaben ein wichtiger Baustein bei den Amrum-Touristiken seien, um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen und anstehende Projekte umzusetzen. „Das gepflegte Erscheinungsbild und eine funktionierende Infrastruktur sprechen den Gast an und werden ihn auch in Zukunft in Norddorf und ganz Amrum verweilen lassen“, zeigte sich Koßmann überzeugt.

Frank Timpe bezeichnete die Ergebnisse angesichts der leichten Zuwächse in den Jahren 2011 und 2012 als „noch zufriedenstellend“. Zudem habe das traumhafte Sommerwetter des vergangenen Jahres nicht nur zahlreiche Tagesgäste nach Amrum gelockt, sondern sei insgesamt eine gute Werbung für den Nordseeurlaub gewesen. Vorausschauend begrüßt Timpe die in diesem Jahr anstehenden Brückentage, die zu verlängerten Wochenenden einladen. Allerdings bereite ihm die mögliche Auswirkung des erneut sehr kurzen Zeitkorridors der Hauptferien Sorge.

 

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