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Insel-Bote

19. August 2017 | 21:01 Uhr

Amrum : Weniger Gäste auf der Insel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die komprimierte Sommerferienzeit macht den Fremdenverkehrs-Betrieben zu schaffen. Im August gab es außerdem wetterbedingt vorzeitige Abreisen.

In diesem Sommer hat sich erneut gezeigt, dass die derzeit geltende Ferienregelung für die touristische Auslastung Amrums, wie auch für alle anderen Urlaubsregionen, eine unglückliche Lösung bedeutet. Wie Amrums Tourismus-Chef Frank Timpe auf der Verwaltungsratssitzung der Amrum-Touristik anhand der aktuellen Belegungszahlen verdeutlichte, wird sich nach 2013 auch das Jahr 2014 aus touristischer Sicht tendenziell schwierig gestalten. Die statistischen Zahlen seien zwar für die Sommermonate noch nicht belastbar, aber ein Minus bei den Übernachtungen und Gästeankünften sei zu erkennen. „Wir hatten noch bis Mitte Juli zahlreiche Lücken und Ende August waren auch schon wieder Quartiere frei gemeldet“, berichtet Timpe.

Schon seit Jahren sorgt die von den Kultusministern der Länder festgelegte komprimierte Ferienzeit im Sommer für Diskussionsstoff. Im Jahr 2014 verkürzte sich die Spanne, in der die Bundesländer ihre Schulferien haben, auf 71 Tage. 2013 waren es noch 84 Tage. In der Ferienzeit hätten die Quartiere leicht mehrfach vermietet werden können. Es sei ärgerlich, Gäste vertrösten zu müssen und sie an andere Urlaubsziele zu verlieren, so Timpe.

Doch nicht nur die Ferienregelung macht ihm zu schaffen. Nach wochenlanger Hochsommerhitze habe es nach dem krassen Wetterumschwung im August vorgezogene Abreisen gegeben. „Die beiden großen Campingplätze sind dabei immer die Ersten, die unter anhaltendem Regenwetter mit starkem Wind leiden“, so Timpe.

Doch er hatte auch Positives zu vermelden. So sei die eineinhalbstündige Reportage des Westdeutschen Rundfunks sehr zu begrüßen gewesen, der mit seinem Magazin „Wunderschön“ auf Amrum zu Besuch war. Die Ausstrahlung zur besten Sendezeit habe der ganzen Insel eine stark ansteigende Anfrage und enorm viele Klicks auf den Webseiten beschert. „Wir haben einen regelrechten Run auf unsere Webseite verzeichnet und auch konkrete Buchungsanfragen in direkter Verbindung mit der Sendung gehabt“, berichtet Verwaltungsratsmitglied Gunnar Hesse.

Für Frank Timpe ist es von Bedeutung, dass man die Nebensaison noch stärker in den Fokus der Marketingarbeit rückt, um so eine bessere Jahresauslastung zu erreichen. Der Anlauf der „MS Deutschland“ mit 480 Kreuzfahrtgästen an Bord bescherte Anfang August der Insel ein maritimes Highlight und eine kostenlose Werbung. „Wir haben den Anlauf an Bord mit einem Informationsstand begleitet und durchweg positive Rückmeldungen der Passagiere erlebt“, freut sich Timpe. „Einige waren so fasziniert, dass sie einen Aufenthalt auf Amrum gebucht haben“, wusste ein anwesender Vermieter zu berichten.

Die Ausschussmitglieder folgten dem Vorschlag von Frank Timpe, im Herbst eine Klausurtagung abzuhalten, bei der man alle Bereiche der Amrum Touristik beleuchten will und eine konzeptionelle Ausrichtung für die nächsten Jahre festgelegt werden soll.

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