Föhr-Marathon 2018 : Wenig Wind und nicht zu warm

Mehr als 300 Läufer gingen in Midlum unter besten Voraussetzungen auf die Strecken.
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Mehr als 300 Läufer gingen in Midlum unter besten Voraussetzungen auf die Strecken.

Siebte Auflage bei idealen Wetterbedingungen. Frauke Stahl aus Oldsum stellt neuen Streckenrekord auf der halben Distanz auf.

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26. März 2018, 12:30 Uhr

„Kein Schnee, kein Regen, kein Wind – ich weiß gar nicht, ob ich wirklich beim Föhr-Marathon war.“ Der Wyker Jörg Carstensen sprach aus Erfahrung. Als „Wiederholungstäter“ war er gestern früh in Midlum an den Start gegangen und erinnerte sich an frühere Langstreckenläufe über die Insel, die unter weit ungünstigeren Bedingungen stattgefunden hatten. Carstensen war nicht der einzige erfahrene Inselläufer. Vielmehr befanden sich unter den über 300 Teilnehmern zahlreiche Sportlerinnen und Sportler, die sich nicht zum ersten Mal bei der Midlumer Schule auf den Weg über 21 oder 42,195 Kilometer machten.

Nicht nur die Wetterverhältnisse waren gestern fast optimal. Auch die gesamte Organisation rund um den siebten Föhr-Marathon lief reibungslos ab, und das war der Verdienst von Sabine Siefert und Michael Goldstein und ihrem gesamten Team, zu dem neben vielen ehrenamtlichen Helfern auch Mitglieder der Feuerwehren und der DLRG sowie die Polizei gehörten. Dabei musste die DLRG, die den Sanitätsdienst übernommen hatte, kein einziges Mal zu Hilfe eilen. Nur ganz wenige Sportler, deren Kräfte nicht ausreichten, mussten „eingesammelt“ werden.

Für das Organisationsteam war auch in diesem Jahr der Marathon krönender Abschluss ihrer Vorbereitungsarbeit, die im August des Vorjahres beginnt. Ausschreibung, Werbung bei Messen rund um große Marathonläufe und nicht zuletzt im Internet gehören zur Vorbereitung, die dann schließlich in den Tagen vor dem großen Ereignis in die Markierung und Ausschilderung der Strecke mündet, die die Läufer über die Insel nach Wyk und wieder zurück nach Midlum führt.

Gestartet wurden der Marathon und der erste Halbmarathon von Michael Goldstein, der nicht nur Sportler aus ganz Deutschland, sondern auch aus Spanien, der Schweiz, Schweden und England auf die Strecke schickte. Auch ein blinder Läufer aus Niedersachsen war am Start. Er bewies mit seinem Führer, was alles zu schaffen ist, wenn man ein Ziel erreichen will. Einige Staffeln teilten die Marathonstrecke unter jeweils drei Mitgliedern auf.

Als die ersten Läufer bereits wieder in Midlum ankamen, gab Michael Goldstein den Startschuss für Langschläfer, die angesichts der Zeitumstellung auf den frühen Auftakt verzichtet hatten. Auch sie liefen einen Halbmarathon, wobei Frauke Stahl aus Oldsum mit 1:44 Stunden einen neuen Streckenrekord bei den Frauen aufstellte.

Nicht nur die erwachsenen Läufer erhielten viel Applaus, sondern auch die etwa 80 Kinder, die zu ihrem eigenen, kürzeren Lauf aufbrachen, wobei eine Medaille auf jeden zukünftigen Marathonläufer bereitgehalten wurde. Eine Medaille bekam auch jeder erwachsene Läufer nach der Ankunft bei der Midlumer Schule, wo die Zeiten sorgfältig festgehalten wurden.

Dabei zeigte sich dann, dass Dörte Ratz mit 3:31:47 schnellste Frau und der Spanier Zigor Iturrieta mit 2:52:22 Schnellster bei den Männern war. Den ersten Halbmarathon konnten Nico Häring mit 1:22 sowie Frederike Petersen mit 1:33 gewinnen. Den Halbmarathon der Langschläfer absolvierten am schnellsten Frauk Stahl mit 1:44 sowie Frank Themsen mit 1:22. Den Staffellauf gewann das Team Hamburg I mit den Läufern Torsten Schmitt, Benjamin Ehlers und Beek Hadler. Alle Sieger nahmen von Midlums Bürgermeisterin Frauke Vollert und Michael Goldstein Glückwünsche entgegen. Für Letzteren war es erneut eine „rundum gelungene Veranstaltung mit tollen Teilnehmern und tollen Helfern“.

Weitere Ergebnisse auf der Homepage des Vereins (www.foehr-marathon.de).

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