zur Navigation springen

Biike 2015 auf föhr und amrum : Weithin sichtbare Leuchtzeichen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Schnee und Regen gaben rechtzeitig auf und beim Traditionsfest der Friesen trafen sich Gäste und Einheimische an den Feuerstellen.

Fast schien es, als wollte der Winter seiner Vertreibung zuvorkommen und den leuchtenden Feuern trotzen: Rechtzeitig zur Biike begann es am Vormittag zu schneien und die Feuerplätze waren nur über matschige Pfade erreichbar. Wer sich davon nicht abhalten ließ, wurde am Abend belohnt, denn Schnee und Regen suchten das Weite und machten einem sternenklaren Himmel Platz.

Auf Föhr zogen in Wyk und Utersum Fackelzüge zum Ort des Geschehens. Und während Wyks Wehrführer Kai Sönnichsen einen leichten Besucherrückgang konstatierte und diesen auf das Wetter zurückführte, vermeldete Utersums Bürgermeister Joachim Lorenzen Stagnation auf gutem Niveau. „Das Wetter hat uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Lorenzen, und der Zug zum Biikeplatz habe sich wiederum großer Beliebtheit erfreut. Pünktlich entzündeten die Feuerwehren die feuchten Scheiterhaufen mit Hilfe von Strohballen und der Lohn waren kraftvoll lodernde Feuer, denen schließlich der „Peter“ zum Opfer fiel.

Auch auf Amrum erreichten die Biake-Haufen eine beachtliche Größe und viele Gäste reisten eigens für die Traditionsveranstaltung an. Mit Insulanern trafen sie sich zum gemeinsamen Fackellauf an der Hüttmann-Wiese, wo Norddorfs Bürgermeister Peter Kossmann eine Ansprache hielt und Kai Quedens eindrucksvoll und spannend die Entstehung des Biake schilderte. Begleitet von „schwedischen Feuern“, die den Weg wiesen, zog der Tross schließlich zum Norddorfer Biake.

Auf beiden Inseln sorgten die Freiwilligen Feuerwehren nicht nur für die Sicherheit, sondern an den Orten des Geschehens mit Bratwürsten und Glühwein auch für das leibliche Wohl. Die Kinder hatten wieder ihren Spaß beim Schwärzen der Gesichter und einige tingelten von einem Feuer zum Nächsten. Bei vielen folgt auch der Ablauf des weiteren Abends einer guten Tradition, die sich ein Biike oder Biake ohne anschließenden deftigen Grünkohl in vielen Varianten nicht vorstellen können.

Gestern schien es dann, als sei der Winter tatsächlich erfolgreich vertrieben worden: Der Sonnenschein überwog und schien den Sieg über die dunkle Jahreszeit zu verkünden. Eine gute Gelegenheit, bei einem Strandspaziergang „auszulüften“. Für die meisten Gäste hieß es dann aber schon wieder Abschied nehmen. „Ein kurzes, aber wundervolles Wochenende. Amrum zeigt sich auch im Winter mit Wind und Regen von einer reizvollen Seite“, berichtete eine Besucherin, die sich schon darauf freute, im nächsten Jahr wieder beim Biake dabei zu sein.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen