Im nebeler Wald : Wasserwerk steigert seine Leistung

Für die Anschlussarbeiten mussten tiefe Baugruben ausgehoben werden.  oe 
Für die Anschlussarbeiten mussten tiefe Baugruben ausgehoben werden. oe 

Ein neuer Lagerbehälter für Rohwasser wurde fertiggestellt. Die Amrumer Versorgungsbetriebe investieren rund 900 000 Euro für die Erweiterung.

shz.de von
20. November 2013, 08:00 Uhr

Mit einer Investition von rund 900 000 Euro zur Erweiterung der Infrastruktur des zentralen Wasserwerks in Nebel bauen die Versorgungsbetriebe Amrum die Leistungsfähigkeit der Trinkwasserversorgung der Insel aus (wir berichteten). Seit Oktober 2012 laufen auf dem im Nebeler Wald gelegenen Betriebsgelände des Wasserwerks die Arbeiten an einer zum Teil unterirdisch gelegenen Betriebshalle und einem 800 000 Liter Brunnenwasser – sogenanntes Rohwasser – fassenden Lagerbehälter. Wie Henry Waidhas, Wasserwerksmeister und Vorstandsmitglied der Versorgungsbetriebe erklärte, sind die Arbeiten soweit vorangeschritten, dass der inzwischen fertiggestellte Lagerbehälter nun auch hydraulisch in das bestehende Rohrsystem eingebunden werden konnte.

Hierfür mussten tiefe Baugruben vor der bestehenden und neuen Lagerstätte ausgehoben werden. „Wir hatten in den zurückliegenden Wochen mit den Unbilden des Wetters zu kämpfen“, berichtet Vorstandsmitglied Norbert Gades. Die ergiebigen Regenfälle hätten teilweise ein Arbeiten in den Baugruben unmöglich gemacht.

Bei der bestehenden Behälteranlage mit dem darüber gebauten Betriebsgebäude wurde damals eine massive durchläufige Betonplatte geschüttet, sodass auch unterhalb des Gebäudes das Erdreich ausgehoben werden konnte. „Für den Betrachter im ersten Moment eine skurrile Situation, doch technisch unproblematisch“, versichert Gades.

Wenn die Anschlussarbeiten abgeschlossen sind, wird der neue, aus speziell legiertem Duplex-Edelstahl gefertigte Behälter einer Desinfektion unterzogen, bevor die Anlage in Betrieb geht. Bei dem bereits vorhandenen Behälter wird eine Revision durchgeführt und ebenfalls desinfiziert.

Die Erweiterung des Wasserwerks ist dem Anschluss der Gemeinde Norddorf an das zentrale Trinkwassernetz der Insel geschuldet. Die Abgabeleistung im Winter liegt bei rund 600 bis 700 Kubikmetern am Tag, bei der Auslastung der Urlaubsquartiere im Sommer werden zwischen 1800 und 2100 Kubikmeter Trinkwasser ins Netz gespeist. Das Brunnenwasser wird von fünf Brunnenpumpen aus einer Süßwasserlinse unterhalb der Insel gepumpt und hat beste Qualität.

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