strand-säuberung : Was so alles im Meer schwimmt

Schnüre, Holz, Plastikteile: Die Nordsee hatte die Dünenkante wieder zur Müllkippe gemacht.
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Schnüre, Holz, Plastikteile: Die Nordsee hatte die Dünenkante wieder zur Müllkippe gemacht.

Bei der Strandreinigung auf Amrum wurden Unmengen an Plastikmüll zusammengetragen. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich an der Aktion.

shz.de von
19. März 2015, 17:00 Uhr

Zur Strandreinigung kamen in diesem Jahr wieder viele Helfer. Bereits morgens machten sich zahlreiche Freiwillige zur Putzaktion in Steenodde auf, nachmittags waren dann die Strände von Wittdün, Nebel und Norddorf an der Reihe. Einige Sammler nahmen sich auch die Ostseite der Insel sowie Felder, Dörfer und Waldwege vor. Am Strand wurden die Sammler mit Treckern zu ihren Einsatzgebieten gefahren, galt es doch, einige Kilometer nach all dem Unrat abzusuchen, den die Nordsee während der Wintermonate angeschwemmt hatte. Nicht nur Amrumer waren aktiv, auch eine große Gruppe Jugendlicher von der Kinderfachklinik Satteldüne und einige Gäste unterstützten die Aktion.

Unmengen an kleinen Plastikteilchen hatten sich durch die Stürme an der Dünenkante verteilt. Kanister, Flaschen, Feuerzeuge, Gummistiefel, Bauhelme, Glühlampen, Decken, Holz, kaputte Luftballons an Schnüren, Lolli-Stiele, Handschuhe, Tampen, Seile und Schnüre, unglaublich, was alles durch die Nordsee treibt und dann seinen Weg am Amrumer Strand beendet. Vieles davon könnte verhindert werden, indem es nicht einfach achtlos über Bord geht. „Wenn die Menschen bei Hochzeiten die Luftballons an Schnüren steigen lassen, ist denen offenbar nicht bewusst, dass sie irgendwo auch wieder herunter kommen“, kommentiert eine Insulanerin ihren Fund ärgerlich. Zwei Stunden lang wurde gesammelt, getragen, aufgeladen und weiter gesammelt. Zwischen Nebel und Norddorf buddelten einige Helfer sogar ein ganzes Boot aus, was im wahrsten Sinne des Wortes gestrandet war.

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