Friesenmuseum auf Föhr : Warten auf den ersehnten Umbau

Von Amtsdirektorin Renate Gehrmann besiegelt: Christian Roeloffs (r.) bleibt Verbandsvorsteher, Stefan Wriedt wurde zum Stellvertreter gewählt.
Von Amtsdirektorin Renate Gehrmann besiegelt: Christian Roeloffs (r.) bleibt Verbandsvorsteher, Stefan Wriedt wurde zum Stellvertreter gewählt.

Baubeginn am Haus Jansen nach wie vor offen: Zuschuss noch nicht genehmigt. Christian Roeloffs bleibt Vorsitzender des Zweckverbandes.

shz.de von
09. Juli 2018, 12:30 Uhr

In bewährter Manier, kurz und knackig, führte der Süderender Bürgermeister Christian Roeloffs als alter und neuer Vorsitzender des Zweckverbandes Dr.-Carl-Haeberlin-Friesenmuseum durch die konstituierende Sitzung, die im Wyker Friesenmuseum stattfand.

Als ältestes Mitglied des neuen Verbandes hatte der Wyker Hans-Werner Weih die einstimmige Wahl und Vereidigung des Vorsitzenden durchgeführt, nachdem er zuvor dem alten Vorstand für dessen Einsatz gedankt hatte. Dann übernahm Roeloffs wieder die Leitung und schlug Stefan Wriedt aus Wyk als stellvertretenden Verbandsvorsteher vor, was auf allgemeine Zustimmung stieß. „Stefan Wriedt ist Handwerker, das kann für das Museum von Nutzen sein“, meinte Roeloffs, der daran erinnerte, dass es zur Zeit schwer sei, auf Föhr Handwerker zu bekommen. Angesichts deren Vollbeschäftigung könne es vielleicht von Vorteil sein, dass der Umbau des Hauses Jansen zur Zeit noch nicht beginnen könne. „Wir hoffen aber, dass der Baubeginn nicht mehr in weiter Ferne ist.“

Jutta Kollbaum-Weber, die Leiterin des Friesenmuseums, bekannte, dass es angesichts der langen Wartezeit bis zur Genehmigung des Zuschusses schwer sei, Elan und Mut zu bewahren und die immer wieder neu gestellten Anforderungen zu erfüllen. „Aber angesichts eines Zuschusses in Höhe von einer Viertelmillion Euro und einem Sponsoring von 200 000 Euro lohnt sich das Warten“, so die Museumsleiterin, die davon berichtete, dass im Haus Jansen Raum für Ausstellungen, das Magazin und einen Versorgungsbereich sein werde. Kollbaum-Weber hofft inständig, dass der Umbau bis zum kommenden Jahr fertig ist, um zusätzlichen Platz für die rund 100 Bilder der norddeutschen Realisten zu bieten, die, wie berichtet, jüngst ein Symposium auf der Insel veranstaltet hatten. Die so entstandenen Bilder sollen ein Beitrag des Friesenmuseums zur Feier „200 Jahre Seebad Wyk“ im kommenden Jahr sein. Die Museumsleiterin hob noch einmal die große Hilfsbereitschaft der Insulaner bei diesem Künstlertreffen hervor.

Zum allgemeinen Geschehen im Museum verwies Kollbaum-Weber weiter auf die Ausstellung der Arbeiten von Ole West, die am kommenden Freitag, 13. Juli, eröffnet wird. Der Besuch im Friesenmuseum ist trotz des guten Wetters sehr erfreulich und wird voraussichtlich wieder die gewohnten Jahreszahlen von rund 30 000 Gästen erreichen. Geplant ist auch wieder ein Tag der offenen Tür, „und dann ist auch schon bald wieder der Weihnachtsmarkt“. Ausdrücklich verwies die Museumsleiterin auf den äußerst rührigen Förderverein.

Während die Personalsituation im Kassen- und Hausmeisterbereich zufriedenstellend ist, bereitet die Regelung auf der Leitungsebene Sorgen. Sie habe nun seit 23 Jahren eine halbe Stelle inne, erklärte Jutta Kollbaum-Weber. Angesichts der Tatsache, dass in einem Museum immer mehr Professionalität erwartet werde, reiche diese Situation auf Dauer nicht aus. Auf Nachfrage erklärte Amtsdirektorin Renate Gehrmann, dass in den anstehenden Haushaltsberatungen über diese Frage beraten werden soll, wobei eine zweite Stelle denkbar sei.

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